Ausflugsziele rund um Düsseldorf

Dass es in Düsseldorf viel Sehenswertes gibt, steht außer Frage. Doch auch wer sich die Gegend rund um Düsseldorf näher anschauen möchte, wird recht schnell fündig. Um die Beschreibung einiger schöner Ausflugsziele rund um Düsseldorf geht es in dieser Reportage. 

Ausflugziele im Düsseldorfer Umland


Schloss Burg an der Wupper, Solingen


schloss burg solingenIm Jahr 1130 wurde das heutige Schloss Burg, damals noch Burg Neuenberge, errichtet und diente im Laufe der Zeit als Stammburg der Grafen von Berg. Während des 14. und 16. Jahrhunderts nutzte man das hochherrschaftliche Gebäude als Jagdschloss und feierte dort rauschende Feste.


Während des 30-jährigen Krieges nahm das Schloss hessische und schwedische Truppen auf, und um 1648 zerstörten die kaiserlichen Truppen vor ihrem Abzug alle wehrhaften Bereiche.


Im Jahr 1887 gründete sich der Verein zur Erhaltung der Schlossruine und ermöglichte im Verlauf der nächsten Jahre den Wiederaufbau von Schloss Burg. Sogar Kaiser Wilhelm II. war davon so angetan, dass er ihm einen Besuch abstattete. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte Schloss Burg einen wahren Besucherstrom, der bis heute nicht abreißt.


Umfassende Sanierungsarbeiten seit 2014 bescherten dem Schloss neuen Glanz und sorgen dafür, dass Jung und Alt sich heute über „ritterliches Ambiente" auf dem Burggelände und über zahlreiche Artefakte im Museum freuen können. Führungen lassen die historischen Ereignisse wieder lebendig werden, während bei Ritterspielen und anderen regelmäßigen Events das mittelalterliche Burgleben hautnah präsentiert wird.


Spielzeugmuseum, Grefrath

spielzeug museumSo alt wie die Menschen selbst, ist das Bedürfnis zu spielen. Wer sich in die Kindheit zurückversetzen lassen und in Spielzeug schwelgen möchte, lässt sich von der Spielzeugsammlung im Niederrheinischen Freilichtmuseum begeistern. Auf drei Etagen sind etwa 700 Exponate ausgestellt, die während der letzten drei Jahrhunderte Groß und Klein als Spielzeug dienten.


Bereits 1979 wurde das Spielzeugmuseum in Grefrath eröffnet. Ein groß angelegter Umbau lässt es seit 2012 in neuem Ambiente erstrahlen. Während im Erdgeschoss die Frage „Was ist Spielen?" zum Nachdenken und Raten inspiriert, ist es beispielsweise im ersten Obergeschoss der Satzanfang „Spielen ist auch ….", der Alt und Jung dazu verleitet, sich mit den unterschiedlichsten Spielsachen auseinanderzusetzen, zu schauen und zu staunen.


Viel Zeit kann man im Niederrheinischen Freilichtmuseum verbringen, denn neben dem Spielzeugmuseum bieten auch Historie und Kultur des Niederrheins viele interessante Aspekte. Die stolze Dorenburg, die Hofanlagen mit Werkstätten und Fachwerkhäusern sowie zahlreiche „Freiräume" laden ein, sich in die Besonderheiten der Region zu vertiefen und zu schauen, wie das Leben am Niederrhein in der Vergangenheit aussah.


Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl, Erkrath

Schon seit Urzeiten beschäftigen die Sternenkonstellationen die Menschen. Viele der „damaligen Wunder" sind heute von Wissenschaftlern entschlüsselt. Und dennoch ist die Unendlichkeit dessen, was außerhalb unseres Planeten liegt, buchstäblich immer noch unfassbar.

Sternwarten auf der ganzen Welt zählen zu den Besuchermagneten, denn durch sie kann man einen Blick in jene Dimensionen werfen, die ansonsten auch am allabendlichen Himmel dem Auge verwehrt bleiben.



So auch im Stellarium Erkrath. Spezialfernrohre erlauben die Betrachtung astronomischer Phänomene, während Experten Rede und Antwort stehen und über die Besonderheiten am Himmel informieren. Modernste Projektionstechnik ermöglicht es den Besuchern – zurückgelehnt in bequemen Sesseln –, den Sternenhimmel zu betrachten.



Aufgrund der geneigten Projektionskuppel ist man im Stellarium in der Lage, einzigartige Flugeffekte zu erzeugen, die von Surround-Sound begleitet werden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Kursprogramm lädt Jung und Alt ein, jene Welt etwas besser kennenzulernen, die sich „hinter" unserem blauen Planeten befindet.


Museumsinsel Hombroich

Nur wenige Kilometer von Düsseldorf entfernt, liegt die Museumsinsel Hombroich in Neuss. Eine großartige Terrassen- und Parkauenlandschaft bildet die reizvolle Kulisse für viel Ungewöhnliches. So etwa die zehn skulpturenartige Bauten, die Erwin Heerich entwarf. Hombroich, wie die Insel auch liebevoll genannt wird, ist ein Ort, der zum Entspannen und Entdecken einlädt.



Ruhe und eine außerordentliche Atmosphäre laden dazu ein, sich auf die Symbiose von Kunst und Natur einzulassen und in Neuem zu schwelgen. Ohne sich an Hinweisschildern orientieren zu können, wandelt der Besucher über die Insel – in seinem eigenen Tempo, nach seiner eigenen Façon.
So entdeckt er das Museum an sich mit seinen Skulpturen und Exponaten, anschließend beispielsweise auch die Raketenstation, die zur Zeit des Kalten Krieges genutzt wurde. Aus dem ehemaligen NATO-Ensemble wurde ein Ort, an dem Kunst, Kultur und Natur eine außergewöhnliche Liaison eingehen.



Als Kirkeby-Feld bezeichnet man schließlich den Weg, der das Museum mit der Raketenstation verbindet. Hier befinden sich die begehbaren Backstein-Skulpturen des Bildhauers Per Kirkeby, der diese 2003 schuf und „Drei Kapellen" nannte.



Deutsches Röntgen-Museum, Remscheid

roentgen wissenschaftlerIm Bergischen befindet sich jenes Museum, das zu Ehren des Mannes errichtet wurde, der im November 1895 mit seiner Entdeckung plötzlich Unsichtbares sichtbar machen konnte. Wilhelm Conrad Röntgen wurde im März 1845 in Lennep, dem heutigen Remscheider Stadtteil, geboren.


Er entdeckte die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Damit legte er den Grundstein für die Revolution in der medizinischen Diagnostik und schließlich für die Entdeckung der Radioaktivität und ihre Erforschung. Das Museum ist in einem altehrwürdigen Patrizierhaus im bergischen Baustil untergebracht und grüßt mit einem großen X vor dem Eingang die Besucher – eine Hommage an Röntgen, der seine Entdeckung als „X-Strahlen" bezeichnete.


Auf einer Fläche von 2.100m² erfährt man alles Wissenswerte um diese weltbewegende Entdeckung. Man wähnt sich auf einer Zeitreise durch die Historie und bestaunt Apparaturen und Geräte, die seinerzeit den Erfinder auf seinem Weg begleiteten. Versuchsaufbauten und die berühmte „Gläserne Frau" sind weitere Highlights, die hier zu bestaunen sind.



Sequoiafarm Kaldenkirchen

In Nettetal-Kaldenkirchen und unweit der Grenze zwischen Deutschland und Holland befindet sich – im Grenzwald versteckt – eine Farm, auf der natürliche Superlative eine große Rolle spielen. Denn auf fast vier Hektar erstreckt sich mit der Sequoiafarm Kaldenkirchen ein atemberaubendes Arboretum.


Die Anlage entstand auf einem Ginster- und Heidegelände, zunächst als Liebhaberbaumschule mit einem Faible für Mammutbäume. Ein Brand zerstörte im Jahr 1947 fast den gesamten Wald.


Um die Anlage wieder aufzuforsten, nutzte man zunächst gängige Nadelbäume, erinnerte sich dann aber an Bergmammutbäume, von denen es zwei in Kaldenkirchen gab. Diese riesigen Bäume stammten noch aus der Zeit zwischen 1871 und 1890. Relativ schnell schlugen die Samen an, die man 1950 und 1951 aussäte, so dass bereits ein Jahr später ein kleines Wäldchen zu Testzwecken angelegt werden konnte.


Schließlich kamen im Laufe der Zeit noch Küstenmammutbäume und Samen jenes Urweltmammutbaums hinzu, den man 1941 entdeckt hatte. Heute ist das Arboretum im Besitz des Vereins Sequoiafarm e.V. und präsentiert auf eindrucksvolle Art und Weise einen Einblick in die Welt dieser grandiosen Baumgiganten.