Das „KUNST-volle“ Düsseldorf

Düsseldorf „kann" Kunst. Das stellt die Landeshauptstadt tagtäglich unter Beweis. Kunstliebhaber und -kenner reisen aus der ganzen Welt an, um hochkarätige Ausstellungen zu besuchen, in Galerien die interessantesten Newcomer aufzustöbern und sich an farbenprächtigen Exponaten zu erfreuen. Jahrhunderte alte Institutionen präsentieren dabei genauso facettenreiche Werke wie junge Produzentengalerien. Lernen Sie heute einige der vielversprechenden Art-Locations von Düsseldorf kennen – ob klassisch, modern und abstrakt oder hip, lässig und cool.

Kunst in Düsseldorf


plan.d. – Produzentengalerie

Eine der ungewöhnlichen Ausstellungslocations, die man getrost auch in positivem Sinn als „Off-Raum" bezeichnen kann, ist die im Jahr 1999 gegründete plan.d. produzentengalerie (e.V.). Sie befindet sich nach ihrem Umzug von der Erkrather Straße nun auf der Dorotheenstraße und bietet mit ihrem recht ungewöhnlichen Ambiente Einblicke in regionale, nationale und internationale Arbeiten. 

Meisterschüler der Kunstakademie bildeten von Anfang an eine äußerst erfolgreiche Symbiose mit Autodidakten. Ihr Ziel ist es noch heute, mit ihren Ausstellungsräumen eine Plattform zu bieten, auf der der Dialog mit Künstlern aus aller Welt lebhaft gestaltet werden kann. plan.d. sieht sich dabei „als drehscheibe junger abstrakter bis gegenständlicher kunst" (Quelle. plan.d.)

Die Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung

Nur ein paar Gehminuten von der Kunstakademie entfernt befindet sich am Burgplatz 1 die Akademie-Galerie. Sie wurde im ehemaligen Gebäude der Kunstgewerbeschule eröffnet und bietet seit 2005 eine umfangreiche Sammlung aus den Bereichen Objektkunst, Skulptur, Malerei und Photographie. Der Grundgedanke dieser Galerie ist, die Tradition wiederaufleben zu lassen, innerhalb einer Akademie Kunstgegenstände zu sammeln und diese der Öffentlichkeit zu präsentieren. Daher bereichern die Akademie-Absolventen regelmäßig diesen außergewöhnlichen Fundus mit Schenkungen aus ihren Ateliers.


Atelier am Eck

Auf der Himmelgeister Straße befindet sich ein weiterer Kunstraum, der Sie bestimmt begeistern wird. Vom Düsseldorfer Kulturamt initiiert und betrieben, zeigt man hier Arbeiten von Gastkünstlern, die beispielsweise über Austauschprogramme nach Deutschland kommen. Andererseits bieten weitere Ausstellungen Einblick in jene Arbeiten, die die Düsseldorfer Künstler im Rahmen solcher Programme im Ausland entwickelt haben. So widmet sich das „Atelier am Eck" jenen Positionen, die beispielsweise durch Aufenthalte in Partnerländern wie Schottland, Russland, Litauen, Japan, Korea, Frankreich, Finnland oder China inspiriert wurden.


NRW-Forum Düsseldorf 

 Das NRW-Forum gehört zu den Top-Art-Locations in Düsseldorf. Es entstand auf dem Ehrenhof-Areal, das 1926 anlässlich der GeSoLei-Ausstellung (Große Ausstellung Düsseldorf für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen) 1926 errichtet wurde. Im weiteren Verlauf diente es als Reichsmuseum für Gesellschafts- und Wirtschaftskunde, als Landesmuseum Volk und Wirtschaft und beherbergte außerdem im Untergeschoss ein begehbares Steinkohlebergwerk als Besuchermagnet. Nach der vollständigen Sanierung wurde es im Jahr 1998 als „NRW Forum Kultur und Wirtschaft" wiedereröffnet. 


Zu den Ausstellungs- und Event-Schwerpunkten gehörten seitdem die Bereiche Film, Fotografie, Mode, Video, Architektur, Design und Werbung. So konnte man dort bislang eine Retrospektive von Vivienne Westwood bewundern oder dem unvergesslichen Helmut Newton durch sein Lebenswerk folgen. Man sah 2005 eine Ausstellung des britischen Designers Alexander McQueen und erhielt 2001 Einblicke in die Werkschau des niederländischen Fotografen Anton Corbijn. Weitere Highlights bildeten die Arbeiten von Robert Mapplethorpe, das „Show Off" von Rankin und natürlich die Portrait-Fotos von Bryan Adams im Jahr 2013. Spannende, hochkarätige und sicherlich immer außergewöhnliche Events sind ständig das Markenzeichen des NRW-Forums.  


imai – inter media art institute

Ebenfalls im Ehrenhof und an das NRW-Forum angeschlossen präsentiert sich die repräsentative Sammlung dieser Stiftung. Sie wurde 2006 zur Erhaltung, zum Vertrieb und der Vermittlung von Video- und Medienkunst ins Leben gerufen. Mehr als 3.000 Exponate schlagen den Bogen von der Pionierzeit dieser Kunstrichtung in den 60er Jahren bis in die heutige Zeit.


Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Gleich drei Häuser teilen sich den Titel „Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen". Es sind das K20 am Grabbeplatz, das Schmela-Haus F3 nur wenige Schritte entfernt, sowie das K21 im Ständehaus am Kaiserteich.


Das K20 präsentiert in Dauerausstellungen Werke der großen Meister. Sie entdecken Zeichnungen, Bilder, Installationen und Skulpturen von Henri Matisse bis Gerhard Richter sowie viel Ungewöhnliches von Pablo Picasso bis Andy Warhol. Mehr als 100 Arbeiten von Paul Klee sind hier ebenso zu sehen wie Werke von Joseph Beuys, Max Ernst, Wassily Kandinsky oder Jackson Pollock. Zahlreiche Sonderausstellungen laden ebenfalls zu spannenden Kunst-Exkursionen ein. Im Schmela-Haus, das man auch F3 nennt, überzeugt neben der großartigen und ungewöhnlichen Architektur auch die Auswahl der Kunstwerke. 


Das erstaunliche Galeriehaus ist Treffpunkt für Events, Performances, aktuelle Debatten und Diskussionen. Den historischen Bau am Kaiserteich, der im Jahr 1880 fertiggestellt wurde und heute mit einer riesigen Glaskuppel die Blicke auf sich zieht, bildet mit seinen drei Etagen eine elegante Kulisse für Ausstellungen, Installationen und Kunst- und Kultur-Events. 


Kunsthalle Düsseldorf

Als Kunsthalle Düsseldorf wird jene moderne Ausstellungshalle bezeichnet, die am Grabbeplatz dem Gebäude der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gegenüberliegt. Sie beherbergt neben erstaunlichen Kunstwerken gleichzeitig die Kabarettbühne Kom(m)ödchen, eine Bar und eine Buchhaltung. Außerdem ist sie Sitz des „Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen". Die bauliche Geschichte der Kunsthalle begann mit ihrer Errichtung zwischen 1878 und 1881. Allerdings musste das Gebäude, das durch die Kriegswirren stark beschädigt wurde, abgerissen werden. Im Jahr 1967 entstand der Neubau, der sich noch heute wie ein riesiger Monolith inmitten der Stadt präsentiert. 


Viele nennen ihn immer noch den „Kunstbunker", andere forderten früher den Abriss dieses Gebäudes, da er dem ästhetischen Empfinden mancher Bürger widersprach. Doch genau diese Kontroverse ist das Markenzeichen der Kunsthalle, die heute mit zahlreichen Sonder- und Wechselausstellungen die Besucher in Erstaunen versetzt. Dazu gehörten in der Vergangenheit die Arbeiten von Jörg Immendorff, Gerhard Richter, Andreas Gursky, Marijke van Warmerdam und Rita McBride.