Rheinuferpromenade in Düsseldorf im warmen Abendlicht mit Blick auf die Altstadt und den Rheinturm

Düsseldorf · Wochenende

Sonntags in Düsseldorf – Unternehmungen und offene Orte

Düsseldorf6 Min.Aktualisiert Juli 2026

Der Rhythmus des Sonntags

In Düsseldorf hat der Sonntag ein eigenes Tempo. Die Rollläden der Boutiquen auf der Königsallee bleiben unten, in Deutschland gilt an Sonntagen grundsätzlich das Ladenschlussgesetz – und genau darin liegt der Reiz. Wer den Tag richtig anlegt, tauscht das Klappern der Kassen gegen das Rauschen des Rheins, gegen Museumsstille und den langen Espresso, der nirgends drängt.

Die gute Nachricht für alle, die nicht auf das Bummeln verzichten möchten: Wenige Kategorien bleiben auch sonntags geöffnet. Museen und Galerien, ein Großteil der Gastronomie, Kioske sowie viele Bäckereien am Vormittag. Hinzu kommen die verkaufsoffenen Sonntage, die die Stadt mehrmals im Jahr ausruft – dann öffnen die Geschäfte in der Innenstadt für einige Nachmittagsstunden. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft diese Termine vorab, denn sie sind die Ausnahme, nicht die Regel.

Kunst und Kultur

Der Sonntag ist in Düsseldorf traditionell ein Kulturtag, und die Stadt macht es einem leicht. Rund um den Grabbeplatz und den Ehrenhof konzentriert sich eine Museumsdichte, die selbst größere Metropolen selten bieten. Für die klassische Moderne und Gegenwartskunst steht die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit ihren beiden Häusern K20 und K21, für die Bandbreite von Malerei bis Skulptur der Museumskomplex am Ehrenhof.

Wer es intimer mag, findet in der Altstadt und entlang der Kunstachse kleinere Häuser und private Galerien, die dem sonntäglichen Publikum die Türen öffnen. Es lohnt sich, die Öffnungszeiten und laufenden Sonderausstellungen im Vorfeld zu prüfen – viele Häuser schließen montags, sind sonntags aber besonders gut besucht. Ein früher Start erspart die Warteschlange und schenkt jene Ruhe vor den Werken, die den Museumssonntag erst zum Erlebnis macht.

Der Sonntag in Düsseldorf ist kein Tag der geschlossenen Türen – er ist ein Tag der geöffneten Perspektiven.

Rhein, Grün und lange Wege

Kein Ort gehört dem Düsseldorfer Sonntag so sehr wie das Rheinufer. Die Rheinuferpromenade zwischen Altstadt und Landtag verwandelt sich bei gutem Wetter in einen der schönsten Boulevards der Stadt: flanierende Familien, Rennradfahrer, Menschen mit Kaffeebechern, im Rücken die Silhouette des Rheinturms. Von hier führt der Weg nordwärts in Richtung des historischen Hofgartens, Düsseldorfs ältester öffentlicher Grünanlage, deren Alleen und Teiche ideal für einen langen Spaziergang sind.

Für den größeren Bogen empfiehlt sich der Weg über die Rheinbrücken ans linke Ufer, wo die Aussicht auf die Skyline besonders eindrucksvoll ist. Wer Grün mit Weite sucht, findet im Nordpark gepflegte Gartenanlagen, und der Rheinpark lädt zum Verweilen ein. Diese Orte kosten keinen Eintritt, verlangen kein Timing – und sind gerade deshalb das Herzstück eines gelungenen Sonntags.

Essen, Kaffee und Flanieren

Kulinarisch gehört der Sonntag in Düsseldorf zu den lebendigsten Tagen. Die Altstadt, im Volksmund als „längste Theke der Welt" bekannt, hält ihre Brauhäuser und Restaurants offen; das obergärige Altbier gehört hier zur Kultur wie andernorts der Wein. Wer den Vormittag mit einem ausgedehnten Brunch beginnen möchte, wird rund um die Altstadt und in den angrenzenden Vierteln fündig.

Feiner und internationaler wird es im Medienhafen, wo sich zwischen den markanten Bauten von Frank Gehry Restaurants und Cafés mit Blick aufs Wasser reihen. Für den Nachmittag lohnt der Abstecher zum Carlsplatz: Der traditionsreiche Markt ist zwar sonntags in seiner vollen Standdichte nicht aktiv, doch das Viertel rundherum lädt zum Flanieren. Und wer den japanischen Charakter der Stadt erleben will, findet rund um die Immermannstraße – „Little Tokyo" – eine dichte, weltoffene Gastronomie.

Gut zu wissen

Reguläre Geschäfte bleiben in Düsseldorf sonntags geschlossen; Ausnahmen sind Museen, Gastronomie, Kioske und meist die Vormittage der Bäckereien. Mehrmals im Jahr gibt es verkaufsoffene Sonntage mit begrenzten Öffnungszeiten – die genauen Termine kündigt die Stadt jeweils vorab an. Ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten der Museen vor der Anreise schützt vor Enttäuschungen.

Gut geplant in den Sonntag

Der schönste Düsseldorfer Sonntag entsteht aus einer klaren Dramaturgie: ein früher Museumsbesuch, wenn die Häuser noch leer sind, ein langer Mittagstisch in der Altstadt oder am Hafen, ein ausgedehnter Spaziergang am Rhein, wenn das Licht am Nachmittag weich wird. So verbinden sich Kultur, Kulinarik und Natur zu einem Tag, der ganz ohne Einkaufstüten auskommt – und gerade dadurch gewinnt.

Praktisch schlägt sich das im Detail nieder: Das dichte Netz aus U-Bahn und Straßenbahn macht das Auto überflüssig, und die zentralen Ziele liegen so nah beieinander, dass sich vieles zu Fuß verbinden lässt. Wer flexibel bleibt und sich vom Wetter leiten lässt, erlebt die Landeshauptstadt von ihrer entspanntesten Seite – elegant, unaufgeregt und mit jenem rheinischen Selbstverständnis, das den Sonntag nicht als Lücke im Kalender begreift, sondern als seinen eigentlichen Höhepunkt.

Häufige Fragen

Welche Läden haben sonntags in Düsseldorf geöffnet?

Reguläre Einzelhandelsgeschäfte bleiben sonntags aufgrund des Ladenschlussgesetzes geschlossen. Geöffnet sind hingegen Museen und Galerien, ein Großteil der Gastronomie, Kioske sowie viele Bäckereien am Vormittag. An den mehrmals jährlich stattfindenden verkaufsoffenen Sonntagen öffnen zusätzlich die Geschäfte der Innenstadt für einige Nachmittagsstunden – diese Termine werden vorab von der Stadt bekannt gegeben.

Was kann man sonntags in Düsseldorf ohne Shopping unternehmen?

Der Sonntag eignet sich ideal für Kultur und Natur. Empfehlenswert sind die Museen rund um Grabbeplatz und Ehrenhof, ein Spaziergang über die Rheinuferpromenade zum Hofgarten sowie ein Besuch im Medienhafen. Auch die Altstadt mit ihren Brauhäusern und die japanisch geprägte Immermannstraße laden zum Verweilen ein.

Haben die Museen in Düsseldorf sonntags geöffnet?

Die meisten großen Häuser sind sonntags geöffnet, darunter die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit K20 und K21 sowie die Museen am Ehrenhof. Viele Häuser schließen dafür montags. Da Öffnungszeiten und Sonderausstellungen variieren, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch, besonders wenn eine bestimmte Ausstellung das Ziel ist.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt.