Wanderwege in und um Düsseldorf

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Doch wer will schon nach Rom, wenn er rund um Düsseldorf wandern kann? Ein schönes und interessantes Wanderwegenetz erschließt die Region. Öffentliche Verkehrsmittel erleichtern die Anreise zum Ausgangspunkt. Und wenn es sich nicht um einen Rundwanderweg handelt, erreicht man nachher ebenfalls meist mit Bus oder Bahn wieder den Ausgangspunkt. Die kleinen und feinen Wanderwege von Düsseldorf sind das Thema dieser Reportage.


Wanderwege in Düsseldorf: Durch die Urdenbacher Kämpe

Ein kleiner und wirklich feiner Rundwanderweg führt durch das Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe. Die Strecke ist etwa 5 Kilometer lang und präsentiert eine Landschaft, die seit der Renaturierung von Feuchtwiesen, Kopfweiden und Obstbäumen geprägt wird. Im Frühjahr wandert man durch eine wahrlich zauberhafte Welt der blühenden Bäume, im Herbst sind es die Früchte, die die Blicke auf sich lenken. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten finden im größten Naturschutzgebiet Düsseldorfs ein sicheres Refugium. 


Fotomotive wie der Altrhein oder Interessantes wie das archäologische Museum Haus Bürgel bieten weitere Facetten auf dem Weg durch die Urdenbacher Kämpe. Viel Zeit kann man auch mit der Betrachtung der Auentümpel verbringen – etwa beim Blick über das Baumberger Hamm. Kontrastreich gibt sich quasi direkt nebenan der höher gelegene Auenwald mit seinen stolzen Eichen und eleganten Eschen. Strauchweiden und Silberweiden neigen sich im Wind, während sich die Lianen an Zweigen und Stämmen der Bäume emporhangeln. Bunte Akzente setzen zum Beispiel im Frühling die Blüten von Bärlauch, Scharbockskraut & Co. - und über all dem schwebt der Gesang der heimischen Vogelarten.


Der neanderland STEIG und weitere düsseldorfer Wanderwege

Beim neanderland STEIG handelt es sich um einen insgesamt ca. 240 Kilometer langen Wanderweg, der durch die Region Neandertal führt. Er lässt sich in 5 große und insgesamt 16 kleine Etappen aufteilen und inspiriert die Wanderer dazu, sich mit jener Region auseinanderzusetzen, in der der berühmte Neandertaler das Licht der Welt erblickte. Während der ersten Etappe lernt man beispielsweise das Tal der Düssel kennen. Auf verschlungenen Pfaden geht es von Haan-Gruiten Richtung Wülfrath. In Neviges am Mariendom endet die nächste Etappe.


Dieser gehört zu den größten modernen Sakralbauten in Deutschland. Anschließend geht es durch das romantische Windrather Tal, die Bergische und Elfrather Schweiz und – mit schönster Aussicht auf das Ruhrgebiet zur „Schlüsselstadt" Velbert. Ein Abstecher bringt die Wanderer ins Ruhrgebiet und dann wieder zurück ins Düsseldorfer Einzugsgebiet. Hier präsentiert sich rund um Ratingen wunderbare Naturidylle, die die Wanderer an Bächen und Seen entlang beispielsweise ins Stindertal begleitet. Haus Morp gehört zu den sehenswerten Bauten am Wegesrand. Die letzte Etappe wendet sich wieder Richtung Düsseldorf und liefert romantische Seeblicke und natürlich die Skyline der Landeshauptstadt.



Rundwanderweg: Von Angermund nach Kaiserswerth

wanderwegBei dieser Wanderung stehen neben der Natur auch viele historische Bauten im Fokus. Auf etwa 21 Kilometern reihen sich Rheinimpressionen ebenso aneinander wie Kirchen, Schlösser und sogar eine Kaiserpfalz. Im nördlichsten Stadtteil von Düsseldorf – in Angermund – startet diese Wanderung.


Erstmals wurde Angermund 1188 erwähnt und markierte lange Zeit die nördliche Grenze des damaligen Bergischen Territoriums zwischen den Reichsstädten Duisburg und Kaiserswerth. Heute ist Angermund ein beliebter Ort, um dem Alltag den Rücken zuzukehren und sich am Anblick der Sehenswürdigkeiten zu erfreuen. So etwa an Schloss Heltorf, von dem man ausgeht, dass es um das 11. Jahrhundert als Hof Helethorpe seinen Anfang nahm. Einem englischen Waldpark ähnelnd, zieht sich der Schlosspark um das hochherrschaftliche Haus. 



Die zweitälteste Rhododendronpflanzung Deutschlands bietet Jahr für Jahr ein farbenprächtiges Blütenmeer. Das alte Rittergut Haus Bilkrath, das heute als Reiterhof genutzt wird, liegt ebenfalls am Weg. Sehenswert sind auch der Rittersitz Groß-Winkelhausen und die Hubertuskapelle. Schließlich sollte man Burg Angermund ebenso besuchen, denn sie gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Landeshauptstadt. In Kalkum gehört die romanische St. Lambertus-Kirche aus dem 11. Jahrhundert genauso zu den Sehenswürdigkeiten wie das Wasserschloss Kalkum.



Das nächste Ziel auf dem Rundwanderweg ist schließlich Kaiserswerth, die ehemalige Reichsstadt und heute Stadtteil von Düsseldorf. Unmittelbar am Rhein gelegen, bietet sie Flussimpressionen sowie Einblicke in eine lange Historie, die sich in trutzigen Bauwerken und eleganten Fassaden widerspiegeln. Am Rhein entlang zieht sich der Wanderweg wieder Richtung Norden zum historischen Städtchen Wittlaer und bringt die Wanderer dann im Bogen wieder nach Angermund zurück.