Die Scheideanstalt für Gold, Silber und andere Edelmetalle

Als Scheideanstalt oder Affinerie bezeichnet man grundsätzlich jene Einrichtungen, in denen Rohstoffe, die Edelmetall enthalten, so bearbeitet werden, dass letztendlich das Edelmetall übrig bleibt – also zum Beispiel Gold, Silber, Platin oder Palladium. Die Kernaufgabe einer Scheideanstalt besteht demnach im Recycling solcher Edelmetalle, aus denen anschließend etwa Münzen und Barren hergestellt werden. Überdies nutzt man die Edelmetalle für handwerkliche Halbzeuge wie Rohre, Bleche, Scharniere und Stangen oder als hochwertige Basis für die Schmuckindustrie.

Die Scheideanstalt: Recycling der ganz besonderen Art

Eine Scheideanstalt kauft Edelmetalle von Privatpersonen oder Unternehmen. Dabei kann es sich um Alt- oder Zahngold, Schmuckstücke, Barren und Münzen ebenso handeln wie um Edelmetalle aus Industriebetrieben, die aus Elektroschrott, Platinen oder Katalysatoren stammen.

Oftmals kontaktieren auch Dentallabore eine Scheideanstalt, um größere Mengen Edelmetall zu verkaufen. Stellt man in der Scheideanstalt fest, dass die angekauften Stücke zu wertvoll sind, um sie einzuschmelzen, werden sie weiterverkauft. Denn warum sollte man gut erhaltene Münzen oder wertvolle Barren nicht direkt anderen Kunden wieder anbieten?


Die Scheideanstalten für den Goldankauf

Kunden, die eine Scheideanstalt aufsuchen, um dort ihre Wertsachen zu veräußern, vertrauen auf die Kompetenz der Fachleute, die sich u.a. im Goldankauf bestens auskennen. Denn bei jedem Goldankauf müssen die einzelnen Stücke sorgfältig überprüft werden. Offizielle Richtlinien stellen die Basis für die Wertermittlung dar, etwa durch Definitionen der Stempel und Prägungen. Stempel beziffern beim Schmuck den Feingehalt des Edelmetalls.

Prägungen definieren bei Barren den Hersteller, das Prägejahr und eben auch den Feingehalt. Bei Münzen geben Inschriften ebenfalls Auskunft über deren Eigenschaften, die buchstäblich „wert-weisend" sind. Im jeweiligen Prüflabor wird der exakte Edelmetallgehalt festgelegt, man definiert Legierungen und entscheidet über den Wert von Edelsteinen, die z.B. in einen Goldring oder ein Collier gefasst sind. Auch in diesem Fall richten sich die Fachleute nach internationalen Kriterien – bei Diamanten sind es etwa die „fünf C", die eine einflussreiche Rolle auf die Preisfindung spielen.

Dabei handelt es sich um die Kriterien Color (Farbe), Carat (Gewicht in Karat), Cut (Schliff), Clarity (Reinheit) sowie Confidence (Vertrauen). Unter letzterem Begriff versteht man den Nachweis über die unbedenkliche Herkunft der Steine.


Die dynamische Arbeit in einer Scheideanstalt


 Um Scheidgut aufzubereiten, nutzt man drei industrielle Möglichkeiten:


  • Beim Veraschen verbrennt man mit Hilfe von Erdgas und Temperaturen um 1.200° C die edelmetallhaltigen Ausgangsstoffe.
  • Eine induktiv betriebene Anlage ermöglicht dann das Einschmelzen der Metalllegierungen bei etwa 1.800° C.
  • Möchte man die komplette Homogenisierung der Materialien erreichen, nutzt man die mechanische Aufbereitung – ggf. auch vor oder nach dem Einschmelzen. Dabei kommen Schneidgranulatoren, Spezialschredder, Siebkugel- und Hammermühlen sowie andere Systeme zum Einsatz.

Ihre persönliche Einladung
www.BestSecret.com -