Die teuerste Knolle der Welt - Schwarze Trüffel

Trüffel sind nicht nur eine beliebte Delikatesse, sondern zudem auch Luxusgegenstand und sehr selten. Die Schlauchpilze wachsen nur in sehr bestimmten Gebieten der Welt unter der Erde und müssen von Hunden oder Schweinen erschnüffelt werden. Schwarze Trüffel gelten zusammen mit weißen Trüffeln als wahrhaftiger Star unter den Erdknollen und werden in Spitzenrestaurants auf der gesamten Welt gegessen. Doch nicht nur Spitzenköche verwenden gerne die aromatischen Knollen, auch Privatpersonen nutzen gerne schwarze Trüffel um ihren Gerichten einen ganz eigene Note zu verpassen. Doch gerade Hobby-Köche bereiten die Erdknollen immer wieder falsch zu. Dabei ist die richtige Handhabung gar nicht so kompliziert.

Leider nicht das ganze Jahr – Schwarze Trüffel genießen

Die Hauptsaison für Schwarze Trüffel beginnt erst Anfang Dezember und dauert bis Mitte März. Die tuber melanosporum – wie der lateinische Name der schwarzen Trüffel lautet – auch in Australien gibt dürfen sich Trüffelliebhaber über eine zweite Saison freuen. 

Da die Jahreszeiten nämlich auf dem kleinen Kontinent um sechs Monate verschoben sind können schwarze Trüffel zudem zwischen Juli und September geliefert werden. Somit kann man sich in fast neun Monaten im Jahr auf leckere Gerichte freuen, die mit dem schwarzen Trüffel zubereitet wurden.

Allerdings ist der Genuss von schwarzen Trüffeln kein preiswertes Vergnügen, was vor allem an der hohen Seltenheit liegt. Auch ausgebildete Trüffelschweine und -hunde finden im Schnitt nur 200 bis 300 Gramm pro Tag, an anderen Tagen hingegen gar nichts.

Das treibt natürlich den Preis der seltenen Knolle nach oben und macht schwarzen Trüffel zum Luxusobjekt.

Gute schwarze Trüffel sind zudem immer teuer, doch sind teure Trüffel nicht immer gut. Nicht die Größe ist für ein gutes Aroma entscheidend, sondern das Gebiet, in dem der Trüffel gefunden wurde. Schwarze Trüffel lassen sich vor allem im Périgord finden, aber auch in der nördlichen Provence vor allem in den Regionen Vaucluse und Drome. In Australien ist die bevorzugte Region für die schwarzen Trüffel Manjimup.

Der edle Pilz für Gourmets und Luxusbegeisterte

Frisch und lecker – Die richtige Zubereitung von schwarzen Trüffeln

Ein großer Fehler, der vor allem von Hobby-Köchen begangen wird, ist das hobeln von schwarzem Trüffeln. Zwar werden in Restaurants oftmals Trüffel direkt am Tisch über das Gericht gerieben, doch werden dafür ausschließlich weiße Trüffel verwendet. 

In Restaurants verwenden Spitzenköche die Knolle zudem in Cremesuppen auf Sellerie oder sie schieben Trüffelscheiben unter die Haut von Geflügel.

Schwarze Trüffel sollten immer frisch angeliefert und zubereitet werden. Im besten Fall werden sie am selben Tag geliefert an dem sie zum Kochen genutzt werden sollen. Maximal drei Tage lang sollte man einen Trüffel lagern, sonst verliert er mit jedem Tag weiter an Aroma und verliert seinen Geschmack.

Nach ungefähr 10 bis 14 Tagen sind die Trüffel dann nicht mehr genießbar. Wenn sie über ein paar Tage gelagert werden müssen, so sollte man ein verschließbares Gefäß wählen und die Trüffel darin im Kühlschrank aufbewahren.

Diese besitzen einen sehr starken Duft, jedoch nur einen recht faden Geschmack. Schwarze Trüffel hingegen riechen nur sehr schwach, haben dafür einen sehr starken Geschmack. Da der Geschmack sich auch beim Kochen nicht verflüchtigt eignet sich die schwarze Knolle zum Garen in Schmor-, Fleisch- und Fischgerichten.

Die Trüffel werden am besten in Späne oder Würfel geschnitten und sollten eine gewisse Zeit in einer warmen Flüssigkeit ziehen. Die Flüssigkeit kann mit Hilfe von Wein, Sahne und Fond zu einer Trüffelsauce verarbeitet werden.

Als leckeres Dessert kann man mit Trüffelsahne, die ungefähr eine Stunde lang das Aroma der Trüffel aufgenommen hat, ein sehr leckeres Trüffelparfait herstellen. Aber auch ein einfacher Schmorbraten wird schnell mit Trüffel aromatisch verstärkt und weißer Fisch mit Rahmsauce ist ebenfalls ein guter Träger für den Geschmack des schwarzen Trüffels.

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