Was zeichnet die Barock-Malerei aus?

Die kunstgeschichtliche Ära des Barock fällt in die Zeit zwischen etwa 1570 und 1770. Innerhalb dieser zweihundert Jahre wurde noch eine Unterscheidung zwischen Frühbarock, Hochbarock und Spätbarock gemacht, wobei die letzte Zeit zwischen etwa 1720 und 1770 auch unter dem Namen Rokoko bekannt wurde.

Ein Teil dieser Kunstrichtung, die sich vor allem auch in der Baukunst widerspiegelte, ist die barocke Malerei. Die üppige Pracht des Barock ging von Italien aus um die Welt, wobei zunächst die katholischen Gegenden erfasst wurden, und erst später in abgewandelter Form die protestantischen Landstriche folgten.


Was ist für die Barock-Malerei typisch?

Die Zeit des Barock wurde in der Malerei getrennt in die üblich gewordene Wand-und Deckenmalerei, die vielfach in die Baukunst einbezogen wurde, und die Tafelmalerei, bei der auf feste Untergründe gemalt wird, wie Holz oder auch Ton. Ganz typisch für die Malerei dieser Zeit sind ein bewegungsreicher Figurenstil und farbliche Kontraste. Außerdem eine Betonung von Licht und Schatten sowie üppige weibliche Körper.


Die Künstler der Barock-Malerei und ihre Werke

In die Zeit der barocken Malerei fallen viele bekannte Meister, wie Peter Paul Rubens oder auch Rembrandt. Beide haben niederländische Wurzeln und gelten als Vertreter des sogenannten Goldenen Zeitalters der Niederlande. Ausgangspunkt war Italien, für das Michelangelo ein bekannter Vertreter wurde.

Allein von Rubens gibt es eine große Zahl an bekannten Werken, die als typische Vertreter der barocken Malerei gelten. So „Venus und Adonis“ oder „Juno und Argus“. In den jüngeren Schlagzeilen tauchte ein Bild von ihm auf: „Kindermord von Betlehem“, welches lange einem anderen Künstler zugeschrieben wurde.

Es erreichte bei einer Versteigerung 2002 den höchsten Preis, der jemals für einen „Alten Meister“ bezahlt wurde: knapp 77 Millionen Euro. Rembrandt van Rijn ist ebenfalls ein weltweit bekannter „Alter Meister“, der solche Gemälde erschuf wie „Die Winterlandschaft“, eine Reihe bekannter Selbstporträts oder „Der Mann mit dem Goldhelm“.


Welche Umstände begleiteten das Zeitalter der Barock-Malerei?

Begleitet war die Zeit des Barock von einer wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit, die eine solch überladene Pracht zuließ. Selbst die Malerei erreichte einen Höhepunkt, der zuvor und danach nie wieder denkbar war. So ist bekannt, dass in den Niederlanden in der Mitte des 17. Jahrhunderts rund 70.000 Gemälde jährlich hergestellt wurden.

Als Voraussetzung dieser Zeit gilt der Aufstieg der „Republik der Sieben Vereinigten Niederlande“, die zur Handelsmacht wurde. Die weitestgehende Religionsfreiheit im Land sorgte für den Zustrom verschiedener Menschen, die in anderen Staaten verfolgt wurden. So kamen auch viele Vertreter der Geisteswissenschaften und der Kunst dorthin, die für eine Blüte von Kultur und Kunst sorgten.

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