So erstellen Sie eine Bewerbungsmappe für ein Kunststudium

Ein Kunststudium kann an einer Hochschule, Fachhochschule oder Universität aufgenommen werden. Damit man dort die Chance auf einen Studienplatz erhält, muss eine Mappe mit Arbeiten vorgelegt werden. Ein allgemeingültiges Rezept, wie diese aussehen muss, gibt es nicht. Denn jede Hochschule und vor allem jeder Professor stellen andere Anforderungen. Das macht die Sache schwierig. 

Was soll oder darf in diese Mappe 

Was Sie in diese Mappe legen, hängt ganz von Ihnen ab. Das können gemalte Bilder sein und Zeichnungen, Skizzen oder etwas, das mit dem Computer gemacht wurde, wie eine Website. Auch Fotos bzw. Fotoserien sind eine gute Idee. Am besten ist es, sich eines Themas von vielen Seiten zu widmen. Beim Inhalt der Mappe geht es weniger darum, etwas besonders gut zu können –schließlich musst man es ja noch lernen, sondern dass man zeigt, dass man sich eines Themas bedienen kann und sich eindringlich damit beschäftigt. Konzeptionelle Kreativität ist gefragt. Qualität geht über Quantität und nicht zuletzt: Computerarbeiten sollten nicht den Hauptteil ausmachen.

Möglich ist ein Selbstporträt. Dabei kommt es nicht auf die perfekte Art zu zeichnen an und dass man das Bild genau wiedererkennt, sondern mehr darauf, dass man Ihr Inneres an diesem Bild erkennt. Auch Architekturzeichnungen sind willkommen. Vielleicht ein Blick aus dem Fenster oder ein Teil der Wohnung. 
Wer möchte, kann die Mappe unter ein Thema stellen. Das kann, muss aber nicht sein. Ohne Thema fällt es vielen leichter, am Ende aus allen Arbeiten herauszusuchen, was in die Mappe soll. Übrigens: die meisten Professoren lieben es nicht, wenn eine künstlerische Signatur auf einer Arbeit zu sehen ist. Einfach den Namen auf die Rückseite in normaler Schrift – das reicht. Leinwände auf dem Keilrahmen sind zu dick. Wenn eine Leinwand mit dazu soll, dann nimmt man die besser vom Rahmen und legt sie um eine Pappe. 


Wenn es die Uni nicht explizit verlangt, ist ein Inhaltsverzeichnis unnötig. Daher unbedingt jedes Blatt hinten beschriften, weil die Arbeiten meist bei der Begutachtung alle durcheinanderfliegen. Auch eine Mindest-und Maximalgröße der Mappe gibt die Uni oft vor. Daran sollten Sie sich halten. Die Mappe kann klassischerweise schwarzer Kunststoff sein, oder wer möchte, macht die Mappe selbst. 


Unter Umständen werden Sie auch das Eine oder das Andere gefragt, was die Mappe betrifft: zum Beispiel, welche der Arbeiten Sie am besten finden, warum ist etwas so angeordnet und warum wurden viele Fotos eingearbeitet? Welche berühmten Fotografen kennen Sie?  Dann heißt es einfach: antworten und sich nicht verunsichern lassen.