Das politische und gesellschaftliche Umfeld der gotischen Kunst

Die Gotik begegnet uns oft in der Architektur. Doch sie war ebenso eine Kunstrichtung des Mittelaltes, die zwischen Früh-, Hoch- und Spätgotik unterschieden wurde. Ihre Zeit reichte etwa von der 1150 bis um 1500. Sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei wurden im Nachhinein viele Werke dieser Epoche zugesprochen. Eindeutig ist in der Gotik festzustellen, dass das Religiöse absolute Priorität hat. Ob Andachtsbilder oder Flügelaltäre – sie standen im Zentrum des Kunstschaffens. Doch auch weltliche Motive kamen zum Einsatz, in Form von Festlichkeiten oder Jagden, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die Merkmale der gotischen Malerei und ihre Technik

Die Glasmalerei wurde zu einer nie dagewesenen Blüte gebracht und verdrängte teilweise das bis dahin übliche Fresko. Aufgrund großer Wandflächen in der Architektur bildete Italien dabei eine Ausnahme. Ein großer Vertreter der Freskenmalerei war Giotto di Bondone

Eine andere Technik war die Buchmalerei, die sich in vielen Handschriften und Büchern wiederfand. Besondere Anerkennung bekamen hier die Gebrüder Limburg mit ihrem Werk.

Es folgte die Tafelmalerei, bei der die Darstellungen auf festen Materialien erfolgen, wie Holz, Keramik und so weiter. Innerhalb der internationalen Gotik wurden weiche Gesichtszüge und Stofffalten ebenso bevorzugt, wie eine geschwungene Haltung von Personen, die als S-Kurve bekannt wurde. Die gegenüber Temperafarben mehr glänzenden Ölfarben wurden mit einem neuen Bindungsmittel versetzt, um sie gut malen zu können, wofür vor allem Jan van Eyck stand.

Die gotischen Künstler und ihr Werk

Ein bedeutender Künstler der Gotik war Matthias Grünewald, dessen Meisterwerk der Isenheimer Altar ist. Auch als sich Anfang des 16. Jahrhunderts weitestgehend die Renaissance durchsetzte, blieb der gotische Stil in England noch eine Weile erhalten, wie Porträts von Elisabeth der I. zeigen. Ein Künstler der Spätgotik, der eine regelrechte Endzeitstimmung mit seinen Bildern heraufbeschwor, war Hieronymus Bosch.

Ein weltweit bekannter Vertreter der Spätgotik ist Albrecht Dürer. Von ihm stammen beispielsweise „Das große Rasenstück" oder „Jakob Fugger".

Ebenfalls zu großer Bekanntheit kam der Holzbildhauer Tilman Riemenschneider. Auch Leonardo da Vinci als Universalgelehrter kann der späten Gotik zugerechnet werden. Sein berühmtestes Gemälde ist die Mona Lisa, die heute im Pariser Louvre zu sehen ist.

Die Mona Lisa kann man im Pariser Louvre betrachten.
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