Der Drang zur Farbe im Kolorismus

Beim Kolorismus, der Begriff ist vom lateinischen „Color“ für Farbe abgeleitet, ist eine Gestaltungsweise der Malerei. Dabei geht es in erhöhtem Maße um Farbe. Der Kolorismus ist eine Art der Malerei, bei der Konturen und zeichnerische Darstellungen in den Hintergrund treten zugunsten der farbigen Kompositionen.

Die Umstände, die zur Malerei des Kolorismus führten

Der Kolorismus ist eine Art der Malerei, die nicht zu einer Epoche oder Stilrichtung gehört, sondern immer mal wieder zu finden ist.  So tritt er in der venezianischen Malerei ebenso auf wie in den Deckenbildern der Architektur im Barock. Auch die Impressionisten waren zum Teil dieser Art zuzurechnen. Die Ausführenden dieser Gestaltungsweise werden als Koloristen bezeichnet.

Technik und Merkmale des Kolorismus

Die auffallende Farbigkeit dieser Werke beschreibt nicht, mit welcher Technik der Farbauftrag erfolgt. Flach und plakativ können die Farben ebenso gestalterisch umgesetzt werden, wie farbenfroh und mit viel Tiefe. Selbst Licht und Schatten sowie Faltenwürfe werden flächig dargestellt.

Der Kolorismus ist seither in allen Techniken der Malerei immer wieder aufgetaucht oder wird von bestimmten Künstlern gern genutzt. Dies ist bis heute so geblieben, auch wenn die beliebteste Zeit vergangen ist.

Werke und Künstler des Kolorismus

Eine Zeit, in der der Kolorismus wieder verstärkt zu Tage trat, war der Dresdner Kolorismus im Spätimpressionismus. Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 60er des 20. Jahrhunderts waren hier Farben mit Spachteln aufgetragen wurden, die eine ganz eigene Art der Malerei darstellten.

Ein Vertreter dieser Zeit ist Walther Beyermann, aber auch Anna Elisabeth Angermann und Joachim Heuer sowie Gotthardt Kuehl sind zu nennen. Ein bekanntes Werk des Lübeckers Kuehl ist „Im Lübecker Waisenhaus“, das heute in der Galerie der Neuen Meister in Dresden zu finden ist. Der Künstler Johannes Beutner war ebenfalls ein Vertreter dieser Kunstart, wenn auch weniger bekannt. Er schuf unter Anderem eine Glasmosaiksäule am „Café Prag“ in Dresden.

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