Wann spricht man in der Kunst von Impressionismus?

Die Kunstrichtung des Impressionismus trat Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Siegeszug von Frankreich aus durch ganz Europa an. Doch was steckt eigentlich dahinter, was war das Neue daran? Der Begriff entstammt dem lateinischen Wort für „Eindruck“, welches –impressio- bedeutet.
In einer ersten Ausstellung der französischen Künstler dieser Kunstart hieß ein Bild von Claude Monet „Impression, soleit levant“. Seither wurde diese Art der Künstler, ihren Empfindungen in ihren Bildern Ausdruck zu verleihen, Impressionismus genannt. Zeitlich genau abgrenzen lassen sich verschiedene Kunst Epochen oftmals nicht, jedoch zählt man die impressionistische Epoche bis ins frühe 20. Jahrhundert, abgelöst vom aufstrebenden Expressionismus. Ebenfalls um den ersten Weltkrieg herum entstanden der Surrealismus und die sogenannte abstrakte Kunst als neue Strömung, ist jedoch weder mit dem Impressionismus noch mit dem Expressionismus in ein wirkliches verwandschaftliches Verhältnis zu bringen.


Die Technik und die Merkmale des Impressionismus

Das Neue daran war, dass die Maler versuchten, bestimmte Stimmungen einzufangen, was sich ganz besonders in Lichteinflüssen wie Schatten usw. zeigte. Durch eine bestimmte Malweise, in der viele Tupfen von Farben nebeneinandergesetzt werden, verschwimmen die Umrisse der Gegenstände aus einer bestimmten Entfernung und vermitteln den Eindruck, dass diese sich bewegen. Man wollte sich in der Künstlerszene bewusst von den dunklen Farben der damals herrschenden Malkunst absetzen und bevorzugte die hellen und kräftigen Farben bei Tageslicht.


Die Werke und Künstler des Impressionismus

Der bereits genannte Claude Monet ist einer der bekanntesten Vertreter dieser Zeit. Aber auch Auguste Renoir oder Edgar Degas. Monet malte mehrere Serien, deren einzelne Bilder später sehr bekannt wurden, wie die Getreideschober-Serie oder die Pappel-Serie.

Ebenfalls berühmte waren Gemälde wie „Die Kathedrale von Rouen“, die es in verschiedenen Lichtverhältnissen gibt, oder die „Abendstimmung in Venedig“. Als Drucke sind heute viele Monet-Bilder in öffentlichen Gebäuden als Wandschmuck zu sehen. Sehr bekannt ebenfalls ein Gemälde von Renoir: das „Porträt des Malers Claude Monet“ oder der „Sonnenblumenstrauß“ von Monet selbst.


Die politischen und gesellschaftlichen Umstände des Impressionismus

Ein gewisser neuer Charakter der Bildenden Kunst wurde durch den Impressionismus eingeläutet. Denn bis dahin war das höchste Gut der Malerei die möglichst detailgetreue Nachbildung des Originals, ein wenig wie der Ersatz von Fotografie. Kunsthistoriker streiten beim Impressionismus darum, ob es der Beginn der Moderne -auch im Hinblick auf die abstrakte Kunst- war, oder das Ende der alten Ära. Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen.

Es war kein Zufall, dass sich diese Art in Frankreich entwickelte, denn Paris war nachweislich zu dieser Zeit die Hauptstadt der Künstlerszene. Neu in dieser Zeit war die Zwischenschaltung der Kunsthändler zwischen Käufer und Maler. Die bekannteste Ausstellungsmöglichkeit dieser Zeit war der Salon de Paris, der sich im Louvre befand.

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