Kunst im öffentlichen Raum

Der Begriff der Kunst im öffentlichen Raum umfasst alle Kunstwerke, die öffentlich zugänglich sind, wie in Parks oder auf Straßen. Ein anderer bekannter Begriff dafür ist Public Art. Diese spezielle Art des Kunstschaffens wird inzwischen als eigener Studiengang angeboten.

Die Geschichte der Entstehung

Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich der „öffentliche Raum“. So kam es dann zu Kunstgegenständen, die auch Bauwerke wie Brunnen und Wasserspiele umfasste. Auch das Aufstellen von Reiterstandbildern war populär. Später kamen Kunstwerke dazu, die von Künstlern im Auftrag oder auch selbsttätig erschaffen wurden. Dabei geht es nicht nur um fest stehende künstlerische Projekte, sondern auch um Aktionen, wie die Verhüllung des Reichstages 1995 von Christo und Jeanne-Claude.

Durch die Kunst im öffentlichen Raum werden seither viele Städte aufgewertet, und Kunst allen zugänglich gemacht. Auch die Straßenkunst gehört dazu, wobei es viele weitere Möglichkeiten gibt, wie die Ausgestaltung von Bushaltestellen und so weiter.

Die Kunst ist angekommen

Bremen war ein Vorreiter der Kunst im öffentlichen Raum. Volker Plagemann hatte dies als Chef der Kulturbehörde angeschoben und nahm das Projekt bzw. sein Programm 1980 mit nach Hamburg. Dafür stellte der Stadtstaat eine Million Mark jährlich zur Verfügung. Zu den bekannten Projekten gehören auch Mahnmale innerhalb der Stadt.

Heute findet die Kunst auch Einzug in die Städtebaupläne und wird ein Teil der Platzgestaltung. Einige Städte konnte sich im Zusammenhang mit derlei Kunstwerken etablieren, wie Münster, wo seit 1977 aller 10 Jahre eine Ausstellung unter dem Thema „Skulptur.Projekte“ läuft. Diese findet im öffentlichen Raum der Stadt ihren Platz und ist weltweit einzigartig. Abzugrenzen ist die Kunst des öffentlichen Raumes von der Kunst am Bau. Vor allem bei öffentlichen Gebäuden ist jedoch keine klare Abgrenzung möglich, zumal die Kunst am Bau durchaus auch in Höfen oder Eingangsbereichen zu finden ist.

Die Finanzierung der Kunst im öffentlichen Raum ist verschieden. Sie kann durch die Stadt oder andere öffentliche Einrichtungen übernommen werden, wird von Galerien oder Museen bezahlt oder von einzelnen Spendern. Viele Künstler stellen die Werke auch als eine Art Werbung für sich kostenlos zur Verfügung.

Oft wird die Kunst kontrovers diskutiert, ist provokant und führt zu Streitigkeiten. Doch genau das ist gewollt und soll die Menschen zum klaren Blick in ihrer Innenstadt auffordern. Wenn es um die Vergabe solcher Aufträge geht, werden Kunstwettbewerbe aufgerufen, an denen zumeist sehr viele Künstler teilnehmen. Besonders der Kunst im öffentlichen Raum gewidmet haben sich Städte wie Halle an der Saale oder Magdeburg, Osnabrück oder Güglingen.

Die für jeden sichtbare Kunst darf in Deutschland, der Schweiz, Österreich und einigen anderen Ländern frei abgebildet werden. Jedoch ist dies in einigen Ländern nicht der Fall, wie Belgien, Japan oder Frankreich.

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Montag, 23. Oktober 2017


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