Was ist ein Kunstdruck

Diese spezielle Art des Druckes wird vor allem zur Reproduktion von Kunstwerken angewendet. Denn ein normaler Farbdruck umfasst nicht das große Spektrum der beim Malen verwendeten Farben, wobei Gold-und Silber besonders schwierig sind. Je mehr Farben für einen Kunstdruck verwendet wurden, so näher liegt er am Original. Beim Kauf ist die Zahl der Druckfarben oft als Qualitätsmerkmal angegeben. Sehr gut sind 8-12. 

Sicherheit mit dem Kunstdruck 

Auch Gebrauchsdarstellungen werden so gedruckt, vor allem dann, wenn das Kopieren erschwert werden soll, wie bei Wertpapieren oder Urkunden. Die entsprechenden Druckmaschinen sind teuer, was die unerlaubte Reproduktion von Dokumenten und Kunstgegenständen erschweren soll. 

So entsteht der Kunstdruck 

Der Kunstdruck muss zum einen die Farben möglichst perfekt wiedergeben, zum anderen muss auch der Untergrund stimmen. Oft werden die Kunstdrucke daher auf Leinwand gebracht. Die textile Oberfläche sieht besser aus als ein glattes Papier, und erhöht den Eindruck eines echten Gemäldes. 

Der industrielle Kunstdruck 

Chromolithografie ist eine Form des Kunstdruckes, die sich Godefoy Engelmann 1837 patentieren lies. Sollten farbige Illustrationen erstellt werden, war dieses Druckverfahren noch bis ca. 1930 die erste Wahl. Ebenso gut war der Lichtdruck, der danach üblich wurde. Doch heute ist dieser nur noch in drei Druckwerkstätten weltweit möglich. Die heutigen Verfahren sind Offset oder Digital – aber deren Qualität reicht nicht an die Vorgenannten heran. 


Inzwischen werden sogenannte Giclées mit Tintenstrahldruckern hergestellt, die große Übereinstimmung mit dem Original haben. Vor allem bei kleinen Stückzahlen sind sie auf dem Vormarsch als günstige Art der Reproduktion. Werden kleine Auflagen hergestellt, die auch vom Künstler nummeriert und signiert werden, tragen diese den Namen „Limited Edition Glicée Print“. 


Sind diese Giclées auf Leinwand gedruckt, werden sie mitunter auf Keilrahmen gezogen und gerahmt. Aber auch auf speziellem Kunstdruckpapier können sie wirkungsvoll aussehen, wenn sie, mit einem Passepartout versehen, in einem Glasrahmen präsentiert werden. Damit man nicht Betrügern auf den Leim geht, reicht es meist schon, das Bild von der Seite leicht gekippt anzuschauen. Denn Glicées haben keinerlei Struktur, sondern nur eine glatte Oberfläche.