Woran erkennt man eine Kunstfälschung?

Solange wie die Kunst selbst alt ist, und vor allem seit damit der eine oder andere Groschen verdient wurde, gibt es auch das Fälscherhandwerk, besonders in der Malerei. Während die großen Maler vergangener Tage oft zu ihren Lebzeiten wenig Ruhm genießen konnten, sind ihre Werke heute heiß begehrt und sündhaft teuer. Selbst Künstler aus jüngerer Zeit, die inzwischen berühmt wurden und für deren Werke entsprechend bezahlt wird, haben mit Kunstfälschungen zu kämpfen. 


Nun ist es so, dass jeder Maler eine Art eigener Handschrift entwickelt, und es ist das Kunststück des Fälschers, sowohl handwerklich das Bild nachfertigen zu können, als auch die spezielle „Handschrift“ des Künstlers nachzuahmen. Bei alten Bildern kommt noch hinzu, dass die speziellen Farbzusammensetzungen oder Untergründe stimmen müssen. Zur Fälschung gehört, die Signatur des nachgeahmten Künstlers zu kopieren.

Doch wie arbeiten Kunstfälscher?

Einige dieser „Künstler“ arbeiten legal, in dem sie auf ihre kopierten Bilder ihren eigenen Namen setzen. Doch die wahren Fälscher, die in betrügerischer Absicht handeln, ahmen entweder ein Bild nach oder sie erfinden ein Neues, dass im Stil eines bekannten Künstlers gemalt und mit dessen Signatur versehen wird. Der Ablauf der Schutzfrist ist in Deutschland gesetzlich 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers gegeben. Dann darf das Werk kopiert werden – solange es nicht als „echt“ in Umlauf gebracht wird. 

Vorsicht beim Kauf von Bildern 

Wer sich ein Bild nicht kauft, weil es ihm so gut gefällt, sondern als Wertanlage das Werk eines bekannten Künstlers erwerben möchte, legt natürlich auf dessen Echtheit wert. Schließlich zahlt er dafür einen hohen Preis, der oft in zwei-bis dreistelligen Tausenderbereichen liegt. Viele Sammler „jagen“ regelrecht nach einem bestimmten Gemälde, etwa, weil sie eine Serie komplett in ihrem Besitz haben wollen. In diesem Fall sollte man nicht zu leichtsinnig werden, wenn man das Gewünschte gefunden hat. Immer wieder sind gefälscht Bilder im Umlauf, und zwar so meisterhaft gemalt, dass es mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist.

Unbedingt Expertenrat einholen 

Da kein Fälscher ein nicht so wertvolles Bild malen würde, da sich das Geschäft dann nicht lohnt, kann man von einem hohen Preis ausgehen, den ein Käufer für das Original ausgeben muss. Daher sollte er sich absichern, und das Objekt der Begierde von einem Experten prüfen lassen. Die zusätzlichen Ausgaben dafür sind bei Weitem geringer als der Verlust, wenn eine Kopie für teures Geld gekauft wird. Da in heutiger Zeit die Fälschungen immer perfekter werden, sollte niemand ein Stück von Wert erstehen, ohne sich bei einem Experten über dessen Echtheit informiert zu haben.