Kunstgeschichte studieren: Aufbau und Ablauf eines Beispielstudiums

Ein Studium der Kunstgeschichte kann an verschiedenen Universitäten in Deutschland oder im Ausland aufgenommen werden. An den meisten Hochschulen ist das Studium in Bachelorabschluss und darauf aufbauenden Master-Studiengang geteilt. 

Beispielstudium 

Haben Sie an einer beliebigen Universität den Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte erfolgreich gemeistert, können Sie sich zum Beispiel an der Heinrich-Heine-Uni in Düsseldorf bewerben. Der Studiengang der Kunstgeschichte ist zulassungsfrei und setzt den „Nachweis der besonderen Eignung“ voraus. Dieser wird direkt an der Universität erworben, nachdem man sich dem Eignungstest unterzogen hat. Der Bachelorabschluss sollte mit der Mindestnote 2,5 abgeschlossen sein. 
Das Master-Studium verläuft über 4 Semester. Es werden theoretische wie praxisorientierte Seminare angeboten, die zum Erwerb berufsrelevanter Fähigkeiten führen. Außerdem gehört zu der Ausbildung ein berufsorientiertes Praktikum. 


An der Universität lehren außer Dozenten auch wechselnde Lehrbeauftragte wie Kuratoren anerkannter Museen der Stadt. Einzigartig in Europa ist die Juniorprofessur für Gartenkunstgeschichte von Christof Baier.

Der Inhalt des Studiums der Kunstgeschichte 


Die Studenten beschäftigen sich mit der bildenden Kunst und deren historischer Entwicklung von der Antike bis heute. Architektur, Malerei oder Ornamentik, um nur einige Bereiche zu nennen, sind Teile dieser Lehre. Die Interpretation der Werke, die zeitliche Einordnung und die Kunsttheorie sind wichtige Merkmale des Studiums. Dazu gehören Ästhetik, Philosophie, Geschichte, Theologie und Psychologie sowie viele andere Studien. Kenntnisse in Latein sind Pflicht, wobei Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Italienisch von Vorteil sind. 


Mit dem erfolgreichen Abschluss hat man den Beruf des Kunsthistorikers, mit dem man freiberuflich oder angestellt tätig sein kann. Museen und andere Ausstellungen brauchen diese Fachleute meist in prädestinierter Stellung, wobei auch Forschungs-und Dokumentationseinrichtungen oder Ämter der Denkmalpflege diese Fachleute benötigen. Selbst im Bereich der Reiseveranstaltungen werden  Kunsthistoriker in manchen Bereichen gebraucht. Manche arbeiten auch freiberuflich in der Forschung oder als Gutachter, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Das Studium ist hochinteressant und sehr begehrt.