Minimalismus – ist weniger oft mehr?

Die Kunstrichtung des Minimalismus kam zu Beginn der 60er Jahre aus den USA nach Europa. Sie wird zunächst in der Bildenden Kunst ausgedrückt, erfasst rund 20 Jahre später aber auch die Architektur.

Technik und Merkmale des Minimalismus

Der Minimalismus lebt von der Logik und Klarheit, vor allem durch das Reduzieren auf Einfaches und Übersichtliches. Es geht um geometrische Strukturen, die –speziell in der Malerei- auch noch durch einfachste Farben verarbeitet werden. Der Minimalismus erfolgt meist in dreidimensionaler Kunst.

Die politischen Umstände und Gegebenheiten des Minimalismus

Zunächst waren es die amerikanischen Künstler, die sich darauf verstanden, sich auf diese Art und Weise von Bestehendem abzugrenzen. Die erste deutsche Ausstellung dieser Art gab es Ende der 60er in Berlin und Düsseldorf.

Die Künstler und ihre Werke des Minimalismus

Verschiedene Künstler wandten sich daraufhin dieser Art der Kunst zu und hatten damit Erfolg. Ein wichtiger Vertreter der Strömung war der US-amerikanische Künstler Walter De Maria. Er schuf Skulpturen und zeichnete, war aber auch zu modernen Installationen bereit wie dem „Münchner Erdraum“ von 1968, bei dem 50 Kubikmeter Torfmull sauber geharkt und geglättet worden waren.

Ein anderer Vertreter des Minimalismus ist Markus Zürcher, der in der Schweiz geboren war und dort auch lebte und arbeitete. Er galt im Umgang mit Formen als radikal und vermied Farben, wann immer es ging. Lithographien waren von ihm bekannt und eines seiner berühmtesten Werke war ein großformatiges Wandgemälde in der Kunsthalle Bern, das lediglich mit Schmutz aus der Kunsthalle pigmentiert worden war.

Viele Künstler des Minimalismus haben sich auf Dinge des Alltags spezialisiert. So kehrt das Motiv eines Waschbeckens ohne Abfluss und Wasserhahn immer wieder bei Robert Gober auf. Der US-Amerikaner versucht, Rituale und Dinge des Alltäglichen in Frage zu stellen. Noch relativ neu sind die Rätselbilder, die aus kunstgeschichtlicher Richtung dargestellt werden. Sie weisen auf einen Künstler hin, der erraten werden muss. So wird bei Vincent van Gogh beispielsweise immer die Sonnenblume auftauchen.

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Realismus: Eine bedeutende Kunstauffassung
Der Drang zur Farbe im Kolorismus
 

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Montag, 23. Oktober 2017


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