Nobelpreis der Kunst: Praemium Imperiale

Praemium Imperiale – der Weltkulturpreis, der auch Nobelpreis der Kunst genannt wird, ist eine der höchsten Auszeichnungen, die ein Künstler erhalten kann. Er wird jährlich in Japan vergeben. Das Preisgeld beträgt 15 Millionen Yen, was ungefähr 115.000 Euro entspricht.

Vergeben wird der Preis vom Japan Art Association, die einen Künstler aussuchen, der mit seinem Lebenswerk „die Weltgemeinschaft bereichert“ hat. In den 5 Kategorien Architektur, Musik, Film/Theater, Skulptur und Malerei wird jeweils ein Preisträger gekrönt.

Der Preis entstand 1989, und wurde vom japanischen Kaiserhaus ins Leben gerufen. Es wird damit das Andenken an Prinz Takamatsu wach gehalten, der 1987 verstarb. Die Anlehnung an den Literurnobelpreis sollte dafür sorgen, dass auch andere Kunstsparten einen ähnlichen Preis erhalten können.

Bekannte Preisträger

Da jedes Jahr 5 Preisträger gekürt werden, gibt es eine ganze Reihe bekannter Persönlichkeiten, die damit geehrt wurden. So 1991 der bekannte Regisseur Ingmar Bergmann aus Schweden, 1995 in der Kategorie Skulptur Christo und Jeanne-Claude sowie Peter Zumthor im Bereich Architektur.

2015 ging der „berühmteste Kunstpreis der Welt“ an Wolfgang Laib. Der deutsche Konzeptkünstler und Bildhauer hat in Tokio den Preis erhalten, den er sich für seine Arbeit abseits von Mode und Trends verdient hat. Bekanntheit erlangte der Künstler durch seine farbigen Installationen aus Blütenstaub.

Überhaupt arbeitet er gern mit organischen Stoffen wie Milch oder Reis. Arbeiten von ihm konnte man unter anderem im Haus der Kunst in München oder dem MoMA in New York bewundern. Er arbeitet und lebt außer in Baden-Württemberg auch in New York und Indien.

Auch der estnische Komponist Arvo Pärt erhielt den „Praemium Imperiale“. Im Alter von 78 Jahren erhielt er diese Auszeichnung; den höchstdotierten Kunstpreis der Welt im Fach Musik. Gewürdigt wird damit sein Einfluss auf die zeitgenössische Musik. Er gilt als einer der am häufigsten aufgeführten zeitgenössischen Komponisten. Seine „einzigartigen Klangwelten“ haben Fans auf der ganzen Welt.

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