Surrealismus – Ein Hauch von Übernatürlichkeit

Der Surrealismus hat nicht nur in der Kunst, sondern in verschiedenen Lebensbereichen in den 1920er Jahren gegen Traditionelles rebelliert. Das Ausdrucksmittel wird in der Bildenden Kunst ebenso genutzt wie in der Literatur und im Film. Von absurd bis Fantasie – bloß nicht normal – das ist das Leitbild des Surrealismus. Der Begriff "Surrealismus" bedeutet zum einen eine Art Weiterentwicklung des Realismus, und zum Anderen surreal im Sinne von über-wirklich und träumerisch. Der Surrealismus wird als eine Art Anarchismus und Revolution in der Kunst gesehen, da die üblichen Kunstauffassungen der Zeit radikal und teils provokant abgelehnt wurden. Eine Beeinflussung der Kunstszene jener Zeit erfolgte auch durch Sigmund Freuds Theorien über das Unterbewusstsein des Menschen. 


Der Surrealismus: Gesellschaftliche und politische Voraussetzung

Noch vor der Jahrhundertwende hatten die späteren Vertreter des Surrealismus die Traditionen für überholt erklärt und sich beispielsweise der Bewegung des italienischen Malers Giorgio de Chiricos angeschlossen. Faszinierend war vor allem seine Art, Gedankliches und Fantasievolles zu Papier zu bringen, ohne auf die Wirklichkeit zu bestehen.


Werke und Künstler des Surrealismus

Viele bekannte Namen galten als Mitglieder oder Sympathisanten des Surrealismus, worunter Schriftsteller ebenso waren wie Verleger, Künstler, Maler und viele mehr. Beispiele sind Jean Arp und Salvador Dalí, auch wenn dieser 1934 ausgeschlossen wurde. Der Spanier gilt als einer der bekanntesten Maler des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist von ihm beispielsweise das Werk „Die Beständigkeit der Erinnerung“ aus seiner surrealistischen Zeit. Er schuf allein in dieser Periode mehrere Hundert Ölgemälde, die mit flachem Farbauftrag und den Methoden der Wiederholung, Umkehrung und Drehung als einmalig gelten.


Die Technik und Merkmale des Surrealismus

Da sich der Surrealismus auf die Inhalte bezieht und weniger auf die Techniken, sind es viele Mal-und Gestaltungsarten, die in der Zeit angewendet wurden. So Grattage oder Frottage, Collagen und vieles mehr. Die Formgestaltung ist klar abgegrenzt, es werden alle Darstellungen präzise gezeichnet. Oftmals erschließt sich dem Betrachter nicht, wo der Zusammenhang zwischen den Motiven liegt. Diese werden außerdem oft stark verfälscht. Als Arbeitsmethode wird sehr schnelles Zeichnen verstanden.

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