Markus Tollmann reist: Auf nach Kasan!

Hier vermischen sich Ost und West, erleben und erfahren Touristen, dass auch Teile Russlands durch den Islam beeinflusst und geprägt wurden. Denn Kasan (auch Kazan geschrieben) ist nicht nur Hauptstadt der Republik Tatarstan, sondern auch eines der Zentren des Islams in Russland. Eine Stadt, in der christliche Bauwerke wie die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale in unmittelbarer Nachbarschaft zu Gotteshäusern der Moslems wie die berühmte Kul-Scharif-Moschee stehen.


Die gilt als die zweitgrößte Moschee in Russland und ist nach dem Iman (Anführer) Kul Scharif benannt worden. Ein frommer Mann, der den Islam bis zur russischen Eroberung in und um Kasan gelehrt hat. Denn tatsächlich blickt die Stadt an der Wolga, deren Einwohnerzahl längst die Millionengrenze überschritten hat, auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Gegründet von Wolgabulgaren, fiel die Siedlung später unter mongolische Herrschaft und wurde schließlich unter Zar Iwan IV. (auch als „der Schreckliche“ bekannt) Teil des russischen Herrschaftsgebietes.

Unruhige Zeiten, die zum Glück der Vergangenheit angehören und die Umgangsformen der heutigen Einwohner und modernen Religionsgemeinschaften mitnichten geprägt haben. Denn Kasan, dessen Kreml im Jahre 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt wurde, glänzt mit seinem friedlichen Nebeneinander von christlich-orthodoxem und moslemischem Glauben. Eine Stadt mit sehr berühmten Söhnen und Töchtern, deren Universität keinen Geringeren als den Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi hervorgebracht hat.


Ein Ort also, wie geschaffen für Künstler und Kreative. Ein Umfeld, in dem sich auch ein Markus Tollmann sichtlich wohl fühlt. Der wird diesen Sommer im Museum der Bildenden Künste (s) eine neue Ausstellung präsentieren. Tatsächlich ist die Wolga-Metropole, die auch zu manch romantischer Schiffstour einlädt, reich an Museen. So darf, nach einem Besuch in Tollmanns Ausstellung, auf keinen Fall das Historische Museum nahe der Universität verpasst werden!


Tatsächlich lohnt ein Stadtrundgang mit einem kundigen Führer. Denn Ausflugsziele in und um Kasan gibt es viele, wie den Sujumbike-Turm mit seinen sieben Stockwerken, der zu einem der Wahrzeichen der Stadt zählt. Die präsentiert sich in den Sommern mild und nur im Winter eisig und frostig, so dass die Zeit rund um die Eröffnung der Ausstellung für einen Besuch nahezu ideal ist.