ZERO-Künstler und „Lichtinstallateur“ Otto Piene

Otto Piene wurde im April 1928 in Laasphe geboren und wuchs in Lübbecke auf. Nach dem Abitur studierte er von 1949 bis 1950 Kunsterziehung und Malerei an der Akademie in München und von 1950 bis 1953 an der Düsseldorfer Akademie.

on 1951 bis 1964 dozierte er an der Düsseldorfer Modeschule und studierte währenddessen (1953 bis 1957) an der Kölner Universität Philosophie. Zusammen mit Heinz Mack gründete Otto Piene im April 1957 die Künstlergruppe ZERO in Düsseldorf und legte damit den ultimativen „Nullpunkt der Kunst“ fest.

Vier Jahre später schloss sich auch Günther Uecker der angesehen und kontrovers diskutierten Vereinigung an. Während seines USA-Aufenthaltes übernahm Otto Piene an der University of Pennsylvania eine Gastprofessur, gehörte als „Fellow“ dem „Center for Advanced Visual Studies“ an und wurde im Jahr 1972 als „Professor of Visual Design for Environmental Art“ an das „Massachusetts Institute of Technology“ berufen.

2008 gehörte er mit Uecker, Mack und der Düsseldorfer Stiftung „Museum Kunstpalast“ zu den Mitbegründern der „ZERO Foundation“ und stiftete dieser einige Werke, das Archiv aus der ZERO-Zeit sowie zahlreiche Dokumente und Fotografien. Im Juli 2014 verstarb Otto Piene in Berlin.

Otto Piene – Werksschau und Auszeichnungen

Zahlreiche Auszeichnungen geben Zeugnis über die erfolgreiche Laufbahn des Künstlers Otto Piene. So erhielt er 1989 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und wurde 1994 mit der Ehrendoktorwürde der University of Maryland ausgezeichnet.

Zwei Jahre später überreichte man ihm in New York den von der „American Academy of Arts and Letters“ ausgelobten „Sculpture Prize“ und im Jahr 2003 in Mexico den „Leonardo da Vinci World Award of Arts“ des Weltkulturrats. Seit 2008 war er Preisträger für bildende Kunst (Kulturstiftung Dortmund) und erhielt im selben Jahr den „Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland“.

Im Jahr 2013 zeichnete man ihn mit dem Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main aus, und 2014 erhielt er vom Kunstmuseum Celle den „Ersten Deutschen Lichtkunstpreis“.

Damit honorierte man seine Pionierarbeit, die ihn seit den 50er Jahren dazu brachte, mit Feuerbildern, Lichtballetts und eindrucksvoll leuchtenden Himmelsskulpturen für Furore zu sorgen und die Lichtkunst seit der Nachkriegszeit weltweit zu prägen „Licht und Bewegung“, Köln; „Star Pit“, Köln; „More Sky“, München; desweiteren Objekte auf Hawaii und für die Biennale di Venezia.

Diese Art „lichtkinetischer“ Ausdrucksweise befähigt Piene, eine ganz besondere Verbindung von Technik und Natur herzustellen. Feuer- und Rasterbilder, Licht- und Luftplastiken bilden eine außerordentliche Thematik, um das beispielhafte Wirken von Otto Piene nicht nur als Kunstobjekte zu sehen, sondern als Phantasiegebilde, die das Träumen und Schwelgen in Emotionen auch in unserer heutigen Zeit wieder zum Leben erwecken.

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