Karl Lagerfeld - Austellung in der Bundeskunsthalle Bonn

Schon seit mehr als 60 Jahren hält der bekannte Modezar Karl Lagerfeld die Designerwelt auf Trab. Er weiß mit seinen Prêt-à-porter-Entwürfen genauso zu überraschen wie mit edler Haute Couture, der er immer wieder seinen ihm ureigenen Kreativstempel aufdrückt.

Nun widmet ihm die Bundeskunsthalle in Bonn eine außergewöhnliche Ausstellung, bei der nicht nur Handskizzen die geneigten Besucher in Erstaunen versetzen, sondern auch die grandiosen Designerstücke, Schuhe und zahlreiche Accessoires eine fast schon lebendige Retrospektive des großen Künstlers und seiner unendlichen Ideen erlauben.

Treasure the moment - Genuss im Hier und Jetzt

karl lagerfeld bundeskunsthalle bonnSeit dem 28. März und noch bis zum 13. September 2015 schenkt die Bundeskunsthalle in Bonn einen umfangreichen Einblick in das Kreativleben des Karl Lagerfeld. Seit 1955 ist dieser unermüdlich damit beschäftigt, immer wieder neue Entwürfe für Chanel, Fendi, Chloe sowie für sein eigenes Label hervorzubringen.

Seine meisterhaften Arbeiten führten schließlich dazu, dass er seit 1983 nicht nur als Chefdesigner und künstlerischer Direktor von Chanel gilt, sondern auch als legitimer Nachfolger der großartigen Coco Chanel. Seit 1965 ist er ebenfalls für das italienische Modehaus Fendi tätig. Hier fließen mittlerweile regelmäßig vier Kollektionen pro Jahr aus seiner meisterhaften Feder.

Die „Modemethode“ des Karl Lagerfeld

Besucht man die Ausstellung „Modemethode“ in Bonn, um Karl Lagerfeld wenigstens auf diese Art und Weise einmal über die Schulter und auf Skizzen und Entwürfe schauen zu können, fühlt man sich förmlich in die „heiligen Hallen“ der Mode versetzt. Flüstern, erstaunte Bemerkungen und geraunte Komplimente weben eine fast sakrale Stimmung, die über die Exponate gleitet und schließlich die magischen Modekreationen erreicht.

Denn es sind nicht nur Entwurfsskizzen, die die Fashionistas in Erstaunen versetzen, sondern auch Accessoires und sogar solch berühmten Kleidungsstücke, die vielfach um die Welt gingen. Wie auch jener Mantel, den Lagerfeld im Jahr 1954 anfertigte. Dieser wurde mit dem „International Woolmark Prize“ ausgezeichnet und war Lagerfelds Ticket für die Pariser Modeszene. Die Evolution des Kostüms wird ebenfalls in der Ausstellung präsentiert. Und jedes Stück atmet gleichsam die Handschrift des Modezaren.

Stoff + Magie = Karl Lagerfeld

Wer aber nun denkt, die exquisiten Modeschöpfungen würden auf simple Art und Weise präsentiert, rechnet nicht mit Karl Lagerfeld und seinen Ideen. Im Bereich Prêt-à-porter ist eine komplette Wand mit einer Skizzenauswahl aus den Lagerfeld-Archiven geschmückt, die eine wunderbare Reminiszenz an seine Arbeiten für Fendi, Chloe und Chanel sowie sein eigenes Label Karl Lagerfeld darstellen. Cool und modern geben sich die Kleidungsstücke und Accessoires, als stünde man gerade ich einem Showroom des „Jahrhundertmenschen“ Karl Lagerfeld.

Fast möchte man eine Tasche auswählen und sie ehrfurchtsvoll berühren oder in femininem Verlangen einen Mantel oder eines der legendären Kleider anprobieren. Vertieft man sich weiter in die großartige Ausstellung, gelangt man automatisch in einen ganz besonderen Bereich, in dem die Bundeskunsthalle aufsehenerregend geschmückt ist.

Sie schenkt den Besuchern den Eindruck, in einem märchenhaften und mit edlen Papier-Baldachinen ausgestatteten Garten zu flanieren, in dem die wunderbaren Roben sich in elegante Statuen verwandeln. Wer bis zu diesem Moment noch nicht dem Magier Karl Lagerfeld verfallen ist, kann sich spätestens jetzt nicht mehr dagegen wehren.

In den vorderen Räumlichkeiten entdeckte man Skizzen mit Beschriftungen und Hinweisen, aus welchen Materialien und in welcher Art die Entwürfe ins Modeleben geholt werden sollen und betrachtete staunend Kleider, Mäntel, Schuhe und Accessoires.

Nun aber betritt man die Märchenwelt des Lagerfeld, die schon Nicole Kidman kennenlernte. Schließlich befindet sich unter den wunderbaren Roben auch jenes weltbekannte und äußerst elegante Ausnahmekleid, das sie im Werbeclip für Chanel N° 5 trug und damit Männern wie Frauen gleichsam den Atem raubte.

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