Mercedes Benz F125 - Zwischen Zukunft und bewährtem Rezept

Mercedes Benz hat eine klare Vision von der Zukunft. Weg von den klassischen Motoren, hin zu alternativer Antriebstechnik. Beim Design orientiert sich die Marke allerdings an klassischen, bewährten Konzepten, wie das Unternehmen mit dem Mercedes Benz F125 zeigt, einem Concept Car, das 2011 auf der Internationalen Automobilausstellung vorgestellt wurde.

Richtungsweisendes Konzept

Die Automobilindustrie forscht derzeit intensiv nach Möglichkeiten, mit denen die herkömmlichen Motoren, die auf der Verbrennung fossiler Brennstoffe basieren, zu ersetzen. Kein Autobauer kann sich dem Trend entziehen, die meisten Fahrzeughersteller setzen bei ihrer Forschung auf die Elektromobilität.

Daimler geht daneben noch einen anderen Weg, wie das Unternehmen 2011 auf der Internationalen Automobilausstellung mit dem Mercedes Benz F125 zeigte.

Die Herzstücke des nur 1,43 flachen Wagens sind neben dem leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akku, dessen Leistung bei 10 kWH bei 350 WH je Kilogramm liegt, ein Brennstoffzellenantrieb sowie ein strukturintegrierter Verbundspeicher für Wasserstoff, der es möglich macht, den Wasserstoff mit bis zu 700 bar zu komprimieren, so dass keine Metalltanks mehr notwendig sind, die Platz rauben könnten.

Der Wasserstoff wird vielmehr bequem unter den Sitzen aufbewahrt. Mit einer 7,5 Kilogramm leichten Tankfüllung Wasserstoff wird eigenen Angaben zufolge eine Reichweite von 1.000 Kilometern möglich.

Wird der Mercedes Benz F125 rein elektrisch betrieben, hält der Lithium-Ionen-Akku immerhin noch 50 Kilometer durch.

Die Evolution der Zukunft - Mercedes Benz F125

Vier separate Elektromotoren, Allradantrieb

Die Energie des Antriebs wird auf vier Elektromotoren weitergeleitet, die sich jeweils in der Nähe eines Rades befinden, wobei die vorderen Elektromotoren jeweils eine Leistung von 68 PS und ein maximales Drehmoment von 75 Nm entwickeln und die hinteren Elektromotoren 136 PS und 200 Nm Drehmoment. Durchaus eine passable Leistung, um den knapp 1.700 Kilogramm schweren Wagen in Bewegung zu versetzen.

In nur 4,9 Sekunden sprintet das Elektromobil damit über die Marke der 100 km/h, bei 220 km/h ist Schluss. Dank der adaptiven Luftfederung wird der Sprint zu einem angenehmen Erlebnis.

Auch bei der Karosserie ist der Mercedes Benz F125 zukunftsweisend. Hier hat das Unternehmen ebenfalls die Hybridtechnologie genutzt und mit Glasfaser verstärkten Kunststoff, hochfeste Stähle durch Aluminium miteinander verbunden. 

Auf diese Weise konnte der Autobauer eine Karosserie erschaffen, die mit 250 Kilogramm knapp 40 Prozent weniger wiegt als Karosserien mit einem aktuellen Baumuster.

Herausgekommen ist eine futuristische Karosserie, bei welcher der für Mercedes-Modelle charakteristische, aufrecht stehende Kühlergrill nicht mehr vorkommt, sondern sechs Luftschlitze, die in die Karosserie integriert sind und welche die Luftströme individuell weiterleiten. Ein konsequenter Schritt, denn ohne Verbrennungsmotor muss nun bedeutend weniger gekühlt werden. 

Reminiszenz an die Vergangenheit: Flügeltüren

Da der Mercedes Benz F125 125 Jahre nach der Erfindung des Patent-Wagens von Mercedes Benz erscheinen soll, hat das Unternehmen dem Wagen als Reminiszenz dem Wagen nicht nur den Jubiläums-Namen verliehen, sondern erinnert auch mit Karosserieelementen an die Vergangenheit der Marke. Wenn auch an eine etwas jüngere Vergangenheit.

Wie etwa mit den Flügeltüren, die auf einem deutschen Patent basieren und erstmals im Mercedes Benz 300 SL verbaut wurden. Ein kleiner Nachteil ist, dass mit diesen Türen eine breitere Garage benötigt wird, wenn diese es vom Concept Car zum Serienmodell schaffen sollten

Doch bis 2025, wenn das Concept Car Serienreife erlangt haben soll, ist noch viel Zeit für eine Erweiterung der Garage.

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