Traumauto: 5 Traum-Boliden der Extraklasse

„Luxus in seiner schönsten Form" – mit diesem Thema beschäftigt sich das Exklusiv-Label Laxary und stellt in dieser Reportage jene fünf Luxuswagen vor, die weltweit für Furore sorgen. Ausschlaggebend dafür, dass die Boliden sich nun unter den Top 5 befinden, war unter anderem die atemberaubende Mischung aus sensationellen Pferdestärken, außergewöhnlichem Design und Kaufsummen, die hin und wieder schon die eine oder andere Millionengrenze überschreiten.


Absolutes Traumauto: Der Bentley Mulsanne

Luxus pur gehört bei Bentley zum Tagesgeschäft, gleichwohl, ob es sich um historische Fahrzeuge handelt oder um Modelle, die gerade erst die englische Edelschmiede verlassen haben.

Bentley, die ehemals schicke Rolls-Royce-Schwester, hat bereits für zahlreiche legendäre Luxuskarossen gesorgt. Dazu zählt auch der Bentley Mulsanne, der in verschiedenen Ausfertigungen zwischen 1980 und 1998 den weltweiten Exklusiv-Markt eroberte.

Er war das Nachfolgemodell des Bentley T und galt als vergleichbar mit dem Rolls-Royce Silver Spirit. Vom außergewöhnlichen Fertigungsband rollten der Bentley Mulsanne (1980-1987), der Mulsanne S (1987-1992), Eight (1984-1992), Mulsanne Turbo (1982-1985), Turbo R (1985-1998) und – als Sondermodell mit stärkerem Motor – der Bentley Turbo RT (1997-1998).

Doch auch wenn sich die Luxuswelt unaufhörlich weiterdreht, greift Bentley einmal mehr auf erfolgreiche Konzepte zurück und lässt den Bentley Mulsanne wie den Phoenix aus der Asche auferstehen. Mit einem extravaganten Face-Lifting und in gleich drei Modellvarianten überzeugt dieses Luxusfahrzeug die Genießer von Qualität und Power.

Die drei Bentley Mulsanne-Versionen lassen nämlich erneut keine Wünsche offen: Understatement, Eleganz und Noblesse vereinen sich mit kraftvollen Motoren, ausgefeiltem Design und modernster Technik.

Erstmals stellte Bentley 2009 den neuen Mulsanne auf dem Pebble Beach Concours d'Elegance vor. Dieser weltweit berühmteste Wettbewerb, bei dem die schönsten Autos gekürt werden, findet alljährlich in der Nähe von Monterey, Kalifornien, auf dem Gelände des „Pebble Beach Golf Link" statt. Unmittelbar am 18. Loch entscheidet die Jury nach den Kriterien Funktionsfähigkeit, Originalität und Eleganz.

Bentley präsentierte aus diesem Anlass einen außergewöhnlichen 2,6 Tonnen schweren Viertürer mit einer Länge von 5,58 Metern und einer teilweise aus Aluminium bestehenden Karosserie. 512 PS, 1.020 Newtonmeter Drehmoment und ein Doppel-Turbolader sorgen in dem „Sechs-Dreiviertel-Liter"-Achtzylinder-Fahrzeug für souveräne Leistungsentfaltung und kontrollierte Kraft.

Messungen bestätigen, dass sich dieser überaus elegante Koloss in fünfeinhalb Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen lässt. Doch wer möchte das schon? Der Bentley Mulsanne ist ein Statement für Eleganz, ein Wagen, in dem man genießerisch die Kilometer zwischen Beginn und Ende der Reise entlanggleitet. Der Innenraum lässt an weitläufige Gemächer denken – zumindest, was den Vergleich zwischen Fahrzeug-Oberklasse und Kleinwagen betrifft. Edle Materialien machen den Bentley Mulsanne zu einem komfortablen Aufenthaltsraum der ganz besonderen Art. Trotz gigantischer Masse gleitet er ruhig dahin, nimmt schwungvoll Hügel und Täler und ist weit entfernt von stressgeplagter Autoraserei.

Im Jahr 2014 überraschte Bentley erneut mit einem Exklusivmodell. Der Bentley Mulsanne Speed sorgte als sportlichere und leistungsgesteigerte Variante auf dem Pariser Autosalon für Furore.

537 PS, 1.100 Newtonmeter und eine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h stellen nur eine Aneinanderreihung von Fakten dar. Karosserie, Luxusausstattung, Komfort und Designqualitäten sind dagegen die Eigenschaften, auf die es bei diesem Fahrzeug eher ankommt.

Wie sein Vorgängermodell besticht nämlich auch die sportliche Version mit lässiger Eleganz, inmitten derer man einfach Platz nehmen und die Fahrt genießen möchte – ob mit Chauffeur oder als „Selbstfahrer".

Ein wahres Sondermodell dieser Reihe brachte Bentley 2015 als Mulsanne Speed Blue Train auf den Markt. Schließlich hatte Bentley mit dem Speed Six im Jahr 1930 das legendäre Rennen gegen den Schnellzug Blue Train gewonnen. Außergewöhnliche Intarsienarbeiten auf dem Armaturenbrett, die Lederausstattung, Sonderplaketten und ein Kühler im „Maschendraht-Design" zeichnen diese Luxuslimousine aus.

2016 gab Bentley erneut Anlass, die Konkurrenten vor Neid erblassen zu lassen: Der Mulsanne EWB bot erstmalig mit einer außerordentlichen Länge von 5,825 Metern, First-Class-Liegesitzen im Fond und modernster Technik einige gute Gründe, um als nächsten Fuhrpark-Eintrag „Mulsanne EWB" notieren zu wollen.


Der Rolls-Royce Wraith ist ein Traumauto

Erstmals im Jahr 2013 präsentierte Rolls-Royce das Modell Wraith in der Black Badge-Version der Öffentlichkeit auf dem Genfer Autosalon. Im eleganten und geräumigen Coupé, dessen Türen sich nach hinten öffnen, finden vier Personen Platz. Das schnittige Modell ist zwar etwas kürzer und leichter als sein Phantom-Pendant, doch sind diese Fakten nicht wirklich wichtig.

Der mächtige Kühlergrill, die große Fronthaube und die fast schon dramatisch wirkenden Proportionen sorgen für Erstaunen und Aufregung, sobald sich der Rolls-Royce Wraith in das Blickfeld der Betrachter schiebt. Dabei geht er keinerlei Kompromisse ein, entweder man liebt diesen sanften Giganten oder man hält ihn für eine Provokation und pure Verschwendung.

Er ist, was er ist: ein Edelgefährt, dem man nur schwer widerstehen kann. Er ist ein Symbol der neuen Rolls-Royce-Lässigkeit: das Fastback signalisiert den Eintritt in ein neues Zeitalter. Dem hochherrschaftlichen Edelambiente fügt Rolls-Royce eine Prise kecker Nonchalance hinzu. Zumindest erweckt es außen den Eindruck.

Öffnen sich die mächtigen Portale, laden sie ein, den immer noch höchst eleganten Fahrzeugsalon zu betreten, bevor die Türen sich wieder auf Knopfdruck schließen. Exquisite Materialien überzeugen mit hervorragender Qualität und Verarbeitung. Getäfelte Mittelkonsole und Seitenteile überraschen ebenso wie der künstliche Sternenhimmel aus 1.340 LED-Leuchten.

Modernes Zubehör wie Nachtsichtgerät, Head-up- Display oder ein adaptiver Tempomat ist ebenso lieferbar wie die Luxus-Ausstattung mit Massagesitzen und dem Komfortzugang. 632 Pferdestärken lassen den Fahrzeuggiganten bei 800 Newtonmetern zwar nicht erbeben, doch weiß der Rolls-Royce Wraith stattdessen mit perfekter Dynamik zu überzeugen. Es scheint, als wolle dieses Modell nicht als Sportwagen gelten, sondern eher als dynamischer Gigant, der einfach Lust auf große Entfernungen macht. Mittels Luftfederung lässt er sich leicht an raue Pisten anpassen und entsprechend liften sowie über den Heckantrieb leger und dynamisch lenken. So wird es schnell deutlich, dass es dem eleganten Briten eher auf Understatement ankommt, als darauf, die Wege eilig in das nächste Ziel zu verwandeln.

Eine ganz besondere Edelversion stellte das Tuner-Team SPOFEC vor einigen Jahren vor: Dabei ersetzten sie den mächtigen Stoßfänger mit einer eleganten Frontschürze und zusätzlichen Flaps; Seitenschwellerverkleidungen sorgten für eine optische Streckung und exklusive Bereifung auf 22 Zoll-Felgen für einen außergewöhnlichen Anblick. Eine dezente Spoilerlippe thronte auf dem Kofferraumdeckel und eine neue Schürze wertete ebenfalls das Heck weiter auf. Die Edelanbauteile bestanden aus Kohlefaserlaminat und passten sich der Wagenfarbe an. 717 PS und 986 Newtonmeter schoben den Boliden in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h – die Sportauspuffanlage sorgte für den imposanten Sound-Effekt.

Schnelles Traumauto:

Der Koenigsegg One:1

Während viele Liebhaber schneller Luxuswagen noch von Ferrari, Porsche oder McLaren schwärmen, schleicht sich still und heimlich das schwedische Koenigsegg-Team auf den Olymp der heißen PS- Giganten. Mit dem sagenhaften Koenigsegg One:1 ging man nämlich unlängst den Guiness- Weltrekord für den Beschleunigungs- und Bremstest von 0 auf 300 km/h und zurück an.

In einer Testfahrt absolvierte Robert Serwanski diese unglaubliche Leistung innerhalb von 17,95 Sekunden. Möglich machte es die Ausstattung des Hyper-Sportwagens mit einem Leistungsgewicht von einem Kilo pro PS. Dabei wog er aufgrund des Überroll-Käfigs satte 50 Kilogramm mehr als die „Standardversion", die aus sage und schreibe nur 6 Exemplaren besteht.

Der Luxus-Renner hat eine Länge von 4,50 Metern, eine Breite von 2,06 Metern sowie eine Höhe von 1,15 Metern. Die Motorleistung liegt bei 1.360 PS und 1.371 Newtonmetern. Aus Karbonfasern besteht das Chassis, ebenso die Coupé-Karosserie. Die beiden Scherentüren öffnen sich wie von Zauberhand senkrecht nach oben, um den Einstieg in das Cockpit, dessen Schalensitze mit Wildleder bezogen sind, zu ermöglichen.

 

Lykan HyperSport

Hersteller ist die Firma W Motors aus dem Libanon mit Sitz in Dubai. Ein Jahr später – im April 2014 – sorgte die Serienversion in Monaco bei der Top Marques für Furore. Auf den flinken Boliden setzen mittlerweile übrigens die Ordnungshüter in Abu Dhabi, die bereits seit Juni 2015 einen Lykan HyperSport im wohl schnellsten Polizei-Fuhrpark der Welt haben.

Das rasante PS-Modell, das mit einem 3,7 Liter Ottomotor ausgestattet wurde und stolze 791 PS bei 582 kW leistet, gehörte im Film „Fast & Furios 7" zu den prominenten Hauptdarstellern. Zu diesem Zweck wurden vom Lykan HyperSport gleich zehn Stunt-Fahrzeuge in Auftrag gegeben. Die Entwickler tüfteln außerdem sowohl an einem etwas schwächeren Sportwagen, den sie „Supersport" nennen wollen, als auch am PS-starken Nachfolgemodell des Lykan HyperSport.

Ganz profan wird der Lykan HyperSport als Mittelmotor-Supersportwagen bezeichnet. Schenkt man ihm jedoch einen ausführlichen Blick, stockt möglicherweise der Atem, denn man sieht sich einem ungewöhnlichen Automobil gegenüber. Erstmals wurde der Lykan Hypersport im Februar 2013 auf der Qatar Motor Show präsentiert.

Doch schon das aktuelle Modell macht sich auf den Weg, den einen oder anderen Rekord zu brechen. Allein der Preis ist rekordverdächtig, denn mit einer Kaufsumme von etwa drei Millionen Euro könnte man sich stattdessen gleich drei Porsche 918 Spyder mit Weissach-Sonderausstattung in die Garage stellen.

Aber warum sollte man auf dieses Style- und Fahrerlebnis verzichten wollen? Schaut man genauer hin, erkennt man, dass beispielsweise die Frontbeleuchtung in der Nobelausführung mit rund 220 Diamanten geschmückt ist.

Auf atemberaubende Weise öffnen sich die Türen nach hinten und oben. Im schnellen Supercar selbst scheint die Zukunft Einzug gehalten zu haben – das futuristische Display lässt an Star Wars denken, denn holographische Anzeigen schweben förmlich vor den Augen des Piloten. Interaktive Bedienung lässt erstmalig die Kontrolle der Anwendungen zu.

Und während man noch über diese technischen Errungenschaften nachdenkt, kommt plötzlich der Gedanke in den Sinn, wie bequem es doch in diesem flachen Gefährt ist. Das aus Karbon und Leder bestehende Cockpit schmiegt sich geradezu mit seinem Sitz an den Körper, man ist buchstäblich inmitten des Abenteuers, statt sich „auf dem Sitz" zu befinden.

Einen wahrhaft futuristischen Anblick bietet der Lykan HyperSport auch dann, wenn man beispielsweise Front- und Heckhauben öffnet und einen Schritt zurücktritt. Der Wagen scheint dem Film „Transformers" entsprungen zu sein und sich jeden Moment in ein Wesen aus einer anderen Zeit verwandeln zu wollen.

Aston Martin One-77

Der Aston Martin One-77 wurde ausschließlich in Handarbeit im Aston-Martin-Werk in Gaydon gefertigt. Das Chassis besteht aus mit Kohlenstofffasern verstärktem Kunststoff, während die Karosserie aus handgeformtem Aluminium gebaut wurde.

Zwar lehnte man dieses Modell an vorherige Aston-Martin-Versionen an, doch gab man ihm eindrucksvoll ausgestellte hintere Radkästen, versah die Motorhaube mit dezenten Lüftungsgittern und Kotflügel und Türen mit zweigeteilten Lufteinlässen.

Unter der Motorhaube, bzw. hinter der Vorderachse, liegt der bis zu diesem Zeitpunkt stärkste Pkw-Saugmotor der Welt – ein 7,3-Liter-V12-Motor mit knapp 560 kW. Dieser wohl exklusivste Aston Martin ist Understatement pur, auch wenn er mit seinem Kühlergrill einen etwas bissigen Eindruck erweckt - was allerdings bei einem solchen Leistungsspektrum nicht weiter überrascht. Um das elegante Modell der Welt zu präsentieren, ließ sich das Unternehmen etwas ganz Besonderes einfallen.

Während der Pariser Motorshow im Jahr 2008 zeigte man das Foto des Wagens, der zu Dreiviertel von einem grauen Nadelstreifentuch so bedeckt war, dass nur die vordere rechte Seite zum Teil sichtbar wurde.

Die Besucher rissen sich fast darum, mehr sehen zu dürfen, doch sie mussten sich noch bis zum März 2009 gedulden, denn erst beim Genfer Autosalon lüftete man das Geheimnis um den Aston Martin One-77 - allerdings wieder nur als Modell.

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