Luxusreisen in die Antarktis, der entlegensten Region unserer Erde

Gerade dann, wenn man auf der Suche nach einem wirklich ungewöhnlichen Reiseziel für den nächsten Traumurlaub ist, bietet sich eine Reise in die Antarktis an. Schließlich handelt es sich dabei um jenen Kontinent der Welt, der als letzter entdeckt wurde und den bis heute erst lediglich etwa 300.000 Menschen besucht haben. Für den Menschen stellt die Antarktis mit ihren klimatischen Besonderheiten eigentlich eine lebensfeindliche Umgebung dar. Allerdings sind es doch gerade die Abgeschiedenheit, die ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse und die strengen Naturschutzauflagen, die einen Luxusurlaub in die Antarktis zu einem großartigen und unvergesslichen Abenteuer werden lassen.
Daher folgt nun eine kleine aber feine Übersicht über die vortrefflichen Möglichkeiten, die herbe Schönheit am südlichsten Ende der Welt für sich zu entdecken.

Ushuaia – Ausgangspunkt für eine Luxusreise in die Antarktis

Das hübsche Kleinod liegt an der Südspitze von Argentinien und schafft mit seiner Lage am Beagle-Kanal beste Voraussetzungen für eine luxuriöse Expedition in die Antarktis. Ushuaia ist die Hauptstadt von Feuerland und bietet neben dem „Parce Nacional Tierra del Fuego" viele Sehenswürdigkeiten und einen geradezu traumhaften Blick auf die Berge und das südlichste Meer der Welt.

Gäste, die sich für eine elegante Kreuzfahrt in die Antarktis entscheiden, könnten von Ushuaia aus mit einem exklusiven Luxusliner oder spektakulären Expeditionsschiff vorab auf den Falklandinseln anlegen. Diese, aus mehr als 200 Inseln bestehende Gruppe ist ein wunderbar archaisches Reiseziel aufgrund herber Landschaften, schroffer Küsten und außergewöhnlichen Orten.

Die beiden bedeutendsten Inseln sind West- und Ostfalkland mit Port Howard und Stanley als Hauptstädte. Speziell dann, wenn man sich den Luxus von Ruhe und Gelassenheit inmitten traumhafter Natur gönnen möchte, laden Fauna und Flora mit mehr als 270 Arten zu einer wahren Entdeckungsreise ein.

Südgeorgien

Ebenso wie die Falklandinseln wird auch die Region um Südgeorgien von Argentinien beansprucht. Zusammen mit den Südlichen Sandwich-Inseln umfasst Südgeorgien eine Landfläche von fast 4.000 km². Die Hauptstadt King Edward Point liegt an der Nordküste von Südgeorgien und nur etwa einen Kilometer von der früheren Walfängersiedlung Grytviken entfernt. In King Edward Point befinden sich eine Forschungsstation und ein Museum. Außerdem steht unmittelbar am Meer das Shackleton´s Memorial Cross, das man zu Ehren des Polarforschers Ernest Henry Shackleton errichtete.

Die Südshetland-Inseln

Ein weiteres Ziel während einer Luxuskreuzfahrt in die Antarktis sind die Südshetland-Inseln, die nur etwa 150 Kilometer vom antarktischen Kontinent entfernt liegen. Aktive und erloschene Vulkane bieten archaische Sehenswürdigkeiten am südlichsten Ende der Welt. Mount Irving ist mit seinen 2.300 Metern die höchste Erhebung der Inselgruppe. Während er auf Clarence Island emporragt, bildet Mount Foster auf Smith Island mit 2.105 Metern die höchste Erhebung im südlichen Teil des Archipels.

Aufgrund der milden klimatischen Bedingungen und der Nähe zum südamerikanischen Kontinent sind sehr beliebt als Stützpunkt und Forschungsbasis für zahlreiche wissenschaftliche Projekte. Und weil im äußersten Nordwesten der Antarktis im Sommer die Sonne fast 20 Stunden pro Tag scheint und dabei die Temperaturen auf fünf bis acht Grad ansteigen lässt, schwärmt man hier sogar von der „antarktischen Riviera".

Und spielt das Wetter zwischen Dezember und März mit, kann man in dieser Region bei Landgängen mehr als fünfzig atemberaubende Orte entdecken.

Exklusiv, individuell und nobel: Die Antarktis als großartige Destination für ungewöhnliche Aufenthalte

Jede Kreuzfahrt in die Antarktis ist wie eine Expedition. Denn in dieser Region ist man den Naturgewalten buchstäblich am nächsten. Wenn etwa die katabatischen Winde wehen, fegen diese über bis zu 2.000 Meter hohe Gletscher hinweg. Doch sobald sie sich wieder beruhigen, sind traumhafte Landgänge möglich, etwa in der Nähe der Weddellsee.

Dort lassen sich auf Paulet Island mehr als 400.000 Adelie-Pinguine bewundern – je nach Jahreszeit sogar mit Jungtieren, die sich gerade in der Mauser befinden und für einzigartige unglaubliche Fotomotive sorgen.

Und wer - statt auf Mail und SMS zu setzen – einen ganz traditionellen Brief vom südlichsten Kontinent der Welt versenden möchte, tut dies von Port Lockroy aus, bevor er den Blick wieder geheimnisvoll blau schimmernden Eisbergen und imposanten Gletschern zuwendet.

Und wenn es dann mitten in der Nacht durch die Luxuskabinen schallt „Alle Mann an Deck! Wale!", sollte man sich auch dieses Schauspiel nicht entgehen lassen und faszinierend der Walfamilie zuschauen, die langsam am Luxusliner vorbeigleitet und, vom antarktischen Licht geküsst, am Horizont verschwindet.
 

Luxus pur: Ein Segeltörn in die Antarktis

Zu den größten Abenteuern unserer Zeit gehört sicherlich ein Segeltörn in die Antarktis. Dieser führt mit einem klassischen Großsegler in Regionen jenseits von Kap Hoorn, die für viele immer noch geheimnisvoll sind und buchstäblich sagenhaft erscheinen. Die elegante und sehr luxuriöse Reise startet in der Regel in Punta Arenas, Chile, bzw. ebenfalls im argentinischen Ushuaia, etwa mit der Bark Europa, und dauert drei bis vier Wochen.

Zunächst geht es durch die unwirtliche Magellan-Straße - allerdings mit Motorenunterstützung, da die Meerenge mit ihren Seitenkanälen und zahlreichen Inseln das Segeln fast unmöglich macht.

Über den Beagle-Kanal und die legendäre Drake Passage segelt man weiter Richtung Süden, und Albatrosse und Sturmschwalben sind ständige Begleiter. Die Bark nimmt Kurs auf die Südshetland-Inseln und schließlich auf die Antarktische Halbinsel. Bizarre Eisberge zwischen Trinity Island und Spert Island liefern eine phantastische Kulisse für die Weiterfahrt.

Skuas und Eselspinguine sind hier ebenso heimisch wie erneut die Albatrosse, die in lässigen Flugmanövern ihre gigantische Spannweite von mehr als 3,5 Metern zur Schau stellen.

Der südlichste Punkt des Segeltörns wird mit den Argentine Islands auf 65° südlicher Breite erreicht. Hier liegen auch die Melchior-Inseln und der Neumayer-Kanal, perfekt für weitere Ausflüge mit dem Zodiak, um die wilde und unberührte Natur aus nächster Nähe betrachten zu können, bevor die Reise wieder Richtung Norden führt und das Abenteuer Luxusreise auf dem südamerikanischen Kontinent zu Ende geht.

Private Safari in die „White Desert"

Luxus, einzigartige Möglichkeiten und ein außergewöhnliches Abenteuer bedeutet eine private Safari in die wohl großartigste und buchstäblichste Wildnis unseres Planeten. Wer dabei an den südafrikanischen Busch denkt, könnte diese Erfahrung aber mit einer Expedition in eine ganz andere Wildnis kombinieren. Denn von Kapstadt aus überquert man etwa mit einer Gulfstream, einer Falcon 900LX oder einer Ilyushin-IL76 den südlichen Ozean und erreicht in ungefähr fünf Stunden die Antarktis. Hier erwarten hochmoderne Schlafkuppeln die Gäste.

Doch auch wenn man im ersten Moment den Eindruck bekommt, in einem Mondcamp gelandet zu sein, verschwindet dieser sofort, nachdem man die Unterkünfte betritt.

Sie sind nämlich luxuriös im Kolonialstil eingerichtet und lassen nur wenige Wünsche offen. Schall- und Thermoisolierungen sorgen für komfortable Ruhe und Gemütlichkeit und die Diagonale von sechs Metern sowie ein Parkettboden für geräumiges Ambiente. Traditionelle Materialien und modernste Technik vereinen sich auch im Hauptkuppelzelt, in dem sich Lounge, Küche, Speisesaal und eine Bücherei sowie ein Business-Bereich befinden.

Für eine optimale und exklusive Betreuung sorgen die Guides: Jedem Gast steht ein Guide zur Verfügung. So werden auch individuelle Ausflüge gewährleistet, etwa ein Offroad-Trip zum Wohlthat-Massiv oder ein spektakulärer Flug entlang der Eisbarriere, die sich bis auf 60 Meter Höhe in den Himmel erhebt.

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Montag, 23. Oktober 2017


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