Patek Philippe entwickelt die Aufzugskrone

Mittlerweile wird das Image der Firma Patek Philippe einerseits durch Tradition und Innovation, auf der anderen Seite durch puren Luxus bestimmt. Bereits 1844 konnte die Uhrenmacher erstmals von sich reden machen, da sie die Erfindung der Aufzugskrone bekannt gaben.

Dadurch wurde zum ersten Mal das Aufziehen mit Hilfe eines Schlüssels überflüssig, was den Markt revolutionierte. Als die Familie Stern die Manufaktur übernommen haben, wurde bereits im ersten Jahr das Modell der Calatrava Referenz 96 auf den Markt gebracht.

Das Uhrenmodell konnte damals wie heute mit einer zeitlosen Eleganz überzeugen, weshalb sie auch in der heutigen Zeit noch fast unverändert in ihrer Erstform produziert wird. Es dürfte nicht überraschen, dass sie immer nochzu den Bestsellern von Patek Philippe zählt.

Der Erfolg der Manufaktur lässt sich nicht nur anhand der an Luxus interessierten Kundschaft feststellen, sondern auch in den Preisen, die Patek Philippe regelmäßig für die Präzision ihrer Modelle erhält. Die Marketingstrategie scheint voll aufzugehen: Immer wieder können die Uhrenmacher durch sehr spezielle Besonderheiten auf sich aufmerksam machen. 1977 erschien zum Beispiel eine extrem flache Uhr mit Automatik-Kalibern, 1989 wurde eine überdurchschnittlich komplizierte Uhr konzipiert und das Topmodell, die Sky Moon Tourbillon, ist extrem schwer zu erhalten.

Patek Philippe: Die Sky Moon Tourbillon

Rund 800.000 Euro muss man für die 2001 erstmals vorgestellte Sky Moon Tourbillon Referenz 5002 zahlen. Damit zählt das Modell nicht nur zu den kompliziertesten, sondern auch zu den teuersten und luxuriösesten Armbanduhren der Welt. Insgesamt 686 Einzelteile wurden von Patek Philippe verbaut, dafür können sich Besitzer allerdings auch über neuste Technik und Prestige freuen. Neben einer beidseitigen Anzeige wird natürlich die Uhrzeit und das Datum angezeigt. Außerdem sind ein Ewiger Kalender oder eine Minutenrepetition vorhanden.

Ein Highlight ist definitiv das verbaute Tourbillon, das die Ganggenauigkeit eines Uhrwerks durch die Schwerkraft ausgleichen kann und teilweise namensgebend ist. Wer Interesse an dieser extrem seltenen Uhr hat, muss zunächst Angaben über Namen, Beruf, Adresse sowie Uhrenleidenschaft einreichen und dann darauf hoffen, dass Firmenchef Thierry Stern sich persönlich für die Bewerbung entscheidet. Durch diese Verknappungsstrategie möchte Patek Philippe erreichen, dass die komplexen Armbanduhren bei Besitzern landen, die auch tatsächlich die Arbeit zu schätzen wissen.

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