Sensation! 300 Jahre alte Dose sprengt alle Erwartungen - Bares für Rares vom 12.07.2018 | ZDF

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Eine Schnupftabakdose (eine Tabatière) galt ehemals als modisches Highlight bei Herren aus gehobenen Kreisen. Das hier mitgebrachte Schätzchen zeugt von allerbester Qualität und feinster Verarbeitung und zeigt auf dem Deckel eine Malerei mit der Darstellung einer Schlachtenszene berittener Soldaten, deren ausdrucksstarke Mimik und Gestik noch genauestens zu erkennen ist, so auch die seitlich gemalten Lagerszenen in exakter und entspannter Stimmungswiedergabe. Das rückseitige Motiv geht auf den im frühen 18. Jahrhundert tätigen Künstler Rugendas zurück.

Die kleinen Malerein sind nicht nur Lupenmalereien, sondern auch Anfertigungen mit einem Einhaar-Pinsel. Allerdings ist die Szenerie in der Dose mit einer frivolen Darstellung genau das Gegenteil zur Außenbemalung. So schenkt hier ein wohl leicht angetrunkener junger Mann einer scheinbar berechnend wirkenden älteren Frau noch ein Glas Wein ein. Die aus Porzellan gefertigte Dose ist innen vergoldet und stammt laut Marke von der berühmten Porzellanmanufaktur Meissen, die für die hier angewandte und sogenannte Schuppenmalerei bekannt war. Auch die Metallmontage zwischen Deckel und Dose aus13-lötigem Silber geht laut Punze in Form eines Pinienzapfens mit einem kleinen Buchstaben auf einen Meisterbetrieb in Augsburg aus der Zeit vor 1735 zurück. Bis auf kleinere Farbplatzer befindet sich die kleine und wertvolle Schnupftabakdose in einem nahezu perfekten Zustand.

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