Frank J. Schnitzler (ehem. Inhaber der Parfümerie Schnitzler) im Interview

Im Interview spricht Herr Schnitzler über die Anfangszeit der bekannten Düsseldorfer Parfümerie. Mit Freude blickt er auf die Pionierzeit zurück, als er 1972 das Geschäft in Düsseldorf aufbaute. Er erkannte den Trend der Zeit, dass es wichtiger wurde, gepflegt zu sein und gut zu riechen.

Und der wirtschaftliche Wohlstand der Zeit erlaubte es, für solche Interessen Geld auszugeben. Das Geschäft lief gut, nach zwölf Jahren erfolgte der Umzug in die Schadow-Arkaden. „Ein Glücksgriff“, sagt er dazu. Die Kunden haben es ihm gedankt. „Service, Service, Service“, so formuliert Herr Schnitzler das Credo seines Geschäfts. Es ging ihm immer darum, Kundenwünsche zu erfüllen.


„Luxus streichelt die Seele.“




Seiner Auffassung nach ist Luxus eine individuelle Angelegenheit. Was für den einen Luxus bedeutet, muss es für den anderen noch lange nicht sein. Für ihn ist Luxus nicht von guter Qualität zu trennen, von Haltbarkeit und Verarbeitung. Und Luxus ist abhängig von der Freude, die ein Produkt vermittelt.


Ein Preisschild mit einem hohen Preis allein erweckt noch nicht die Begierde, die Menschen überdurchschnittliche Preise bezahlen lässt. „Mit der richtige Flasche, der richtigen Werbung“ angeboten und „mit Raffinesse gemischt“, das macht für ihn die Qualität eines Duftwassers aus.


Ein Interview mit Frank J Schnitzler

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Zurückhaltend antwortet Herr Schnitzler auf die Frage nach den Prominenten. Models und Schauspieler sind darunter, beispielsweise Penelope Cruz und die Düsseldorfer Ikone Claudia Schiffer. Seine Angestellten wussten dank ihres Taktgefühls immer, wie die Crème de la Crème behandelt werden wollte.


Einen VIP-Service an sich gab es aber nicht. Die Prominenten wollten Aufmerksamkeit erhalten oder vermeiden, das lag an der jeweiligen Persönlichkeit.


Auf die Frage nach der Entwicklung des Parfums in den letzten 30 Jahren verweist er auf den Zeitgeist. Ein sportlicher Zeitgeist bringt sportliche Düfte hervor. Gegenüber dem heute gängigen Verkauf von Parfums über das Internet ist er skeptisch. Seiner Meinung nach sollte man riechen können, was man kauft, und nicht nach der Werbung gehen. Der richtige Duft sollte zum eigenen Leben passen und andere nicht stören. Er selbst mag frische Düfte, hat aber kein Lieblingsparfum.


Als Geschäftsmann und Liebhaber von Parfums ist er immer offen geblieben für neue Trends. Und damit für die Wünsche seiner Kunden.



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