Ein Glas Safran auf einem violetten Tuch.

Gourmet

Safran: ein köstlicher und rarer Schatz

LAXARY Redaktion3 Min.27. Dezember 2021

Aus dem LAXARY-Archiv: erstmals erschienen am 27. Dezember 2021. Preise, Termine und Angaben zu Personen und Unternehmen geben den damaligen Stand wieder.

Das teuerste Gewürz der Welt

Safran gilt als das teuerste Gewürz der Welt und ist nicht zuletzt wegen des besonderen Aromas so beliebt. Es wird außerdem oftmals als „Das Gold der Perser“ bezeichnet und stammt nicht nur aus dem persischen Raum​, sondern ist auch dem Namen nach von dort: Das Wort „Safran“ stammt aus dem Persischen und bedeutet so viel wie „gelb werden“ oder „gelb sein“.

Safran: Das persische Gold

Dies deutet bereits darauf hin, dass das Gewürz Speisen goldgelb einfärbt und vor allem zu Reis, aber auch in Kuchen oder Fischgerichten verwendet wird. Außerdem gehört es traditionell in die spanische Paella oder in indische Süßspeisen. Die Verwendungszwecke sind also vielfach gegeben, doch dank seiner Seltenheit ist das Gewürz auch recht teuer.

Ernte in Handarbeit

Während der Ernte sind die Safranfäden zunächst rot und werden aus den Safranblüten abgetrennt: Dort bilden sie ganz feine Narben in den Blüten und somit ist die Gewinnung des Gewürzes sehr aufwendig und zeitintensiv. Auch das Anbauen ist vergleichsweise teuer, denn um ein Kilo Safran herzustellen braucht man zwischen 150.000 und 200.000 Blüten: das entspricht einer Anbaufläche von über 1.000 Quadratmetern.

Zudem erfolgt die Ernte ausschließlich in Handarbeit, da selbst neumodische Maschinen die Blüten zerstören würden. Selbst langjährige Pflücker schaffen maximal eine Menge von 80 Gramm pro Tag, was ebenfalls zum recht hohen Preis beiträgt: Für ein einziges Gramm muss man je nach Qualität zwischen vier und 14 Euro einrechnen. Geschmacklich relevant sind zudem nur die weiblichen Blüten, weshalb man bei der Ernte auch diesbezüglich vorsortieren muss.

Safran oder Kurkuma?

Oftmals wird auch das Gewürz Kurkuma als Safranersatz angeboten beziehungsweise empfohlen, allerdings sind die beiden Gewürze zu unterschiedlich: Kurkuma führt zwar ebenfalls zu einer gelben Einfärbung der Speisen, doch die Intensität der Farbe ist lange nicht so stark. Auch das Aroma ist nicht mit Safran zu vergleichen. Der recht hohe Preis von Safran wird allerdings dadurch relativiert, dass er sehr ergiebig ist und nur sehr geringe Dosen beim Kochen benötigt werden.

So reicht schon eine Messerspitze, um das angenehme Aroma und die Farbgebung zu bekommen. Würde man zu viel Safran in die Speisen geben, so würde er zu intensiv schmecken und das Essen leicht bitter werden lassen.

Ein Korb mit Safranblüten auf einem Feld.
Safranblüten blühen im Boden.
Safran in einem Löffel mit Salz und Zucker.
Auf einem Markt werden verschiedene Gewürze ausgestellt.
Auf einem Feld wachsen violette Safranblüten.

Safran: Schwieriger Anbau, aber große Wirkung

Zwar stammt Safran aus dem persischen Raum und wird traditionell hauptsächlich in Nordindien und dem östlichen Iran angebaut, doch gibt es heutzutage auch einige Safranplantagen in anderen Ländern des Mittelmeerraumes:

In Spanien und Griechenland sowie in der Toskana wird ebenfalls das seltene Gewürz angebaut und vor allem der Safran aus Kaschmir gilt als besonders delikat.

Das Hauptproblem beim Anbau des „persischen Goldes“ ist einerseits das Klima, andererseits muss jedoch auch der Boden genau den Anforderungen genügen.

Der richtige Boden

Er darf nicht zu dicht und nahrhaft sein, denn der Crocus sativus, wie die Pflanze heißt aus der Safran gewonnen wird, braucht einen mageren Boden, der luftig, sandig locker und durchlässig ist.​

Die Erntezeit der Blüten ist von September bis November, während die Pflanze aufblüht. Später werden dann die Narben in Feinarbeit herausgetrennt und müssen dann an dunklen Orten getrocknet und gelagert werden, damit das Aroma auch über einen längeren Zeitraum bewahrt bleibt.

Safran ist ein wahres Wunderwerk der Natur: Ätherische Öle, Bitterstoffe und Karotinoide sorgen für sein unverwechselbares Aroma und die leuchtend goldgelbe Farbe, für die Köchinnen und Köche in aller Welt das Gewürz schätzen.