Little Tokyo am Rhein
Es gibt Städte, die pflegen ihre kulinarischen Fernbeziehungen leise. Düsseldorf tut das Gegenteil: Rund um die Immermannstraße, wenige Schritte vom Hauptbahnhof und im Rücken der Königsallee, hat sich über Jahrzehnte die größte japanische Gemeinschaft Deutschlands niedergelassen. Ramen-Küchen, Bäckereien, Buchläden und Supermärkte reihen sich hier zu einem Viertel, das längst unter dem Namen „Little Tokyo" firmiert – kein touristisches Etikett, sondern gelebter Alltag zwischen Rhein und Rheinbahn.
Mittendrin steht das Hotel Nikko, jahrzehntelang die japanische Adresse der Stadt und bis heute eines der größten Häuser der Innenstadt. Inzwischen wird das Haus von der irischen Dalata-Gruppe geführt und trat unter neuem Dach auf, doch der japanische Charakter des Ortes blieb erhalten – und mit ihm die eigentliche Attraktion für Genießer: das hauseigene Restaurant und sein Teppanyaki-Bereich.
Die Kunst am Eisentisch
Teppanyaki – von teppan (Eisenplatte) und yaki (gebraten) – ist weniger ein Gericht als eine Choreografie. Statt in einer verborgenen Küche entsteht das Menü direkt am Tisch, auf einer flachen, glühend heißen Stahlplatte, um die sich die Gäste versammeln. Der Koch ist zugleich Gastgeber und Regisseur: Er portioniert, würzt, wendet und richtet an, während Fett zischt und Dampf aufsteigt. Was wie Show wirkt, ist in Wahrheit Präzisionsarbeit – jede Zutat hat ihren eigenen Garpunkt, und die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis.
Im Benkay, dem japanischen Restaurant des Hauses, gehört dieser Grill zu den wenigen echten Teppanyaki-Tischen der Stadt. Hier sitzt man nicht vor einem Teller, sondern vor einem Handwerk. Die Nähe zwischen Koch und Gast verändert das Essen: Man sieht, wie das Stück Fisch die Farbe wechselt, hört das Aroma, bevor man es schmeckt. Es ist eine Form von Transparenz, die kein Menü in Worten liefern kann.
Was auf die Platte kommt
Die Qualität eines Teppanyaki steht und fällt mit dem Produkt, denn die Zubereitung verzeiht nichts. Entsprechend hochwertig ist, was hier auf die Platte kommt: Wagyu-Rind mit seiner charakteristischen Marmorierung, das auf der heißen Fläche fast von selbst zergeht; Meeresfrüchte wie Hummer und Jakobsmuscheln; fangfrischer Fisch und knackiges Saisongemüse. Dazu die stillen Klassiker der japanischen Küche – Reis, Nudeln, Miso –, die den Reigen aus Umami und Röstaromen abrunden.
Gewürzt wird zurückhaltend. Wo europäische Küchen zu Sauce und Beilage greifen, setzt das Teppanyaki auf den Eigengeschmack: ein Spritzer Soja, etwas Knoblauch, Sesam, vielleicht eine Prise Meersalz. Das Ergebnis ist eine Küche, die reduziert wirkt und doch enorm intensiv schmeckt – gerade weil nichts das Produkt überlagert. Wer Wagyu einmal so erlebt hat, versteht, warum dieses Fleisch zu den teuersten der Welt zählt.
Das Erlebnis inszenieren
Ein Teppanyaki-Abend ist kein schnelles Essen zwischendurch, sondern ein Ereignis mit eigenem Takt. Man plant Zeit ein, lässt sich Gang für Gang führen und kommt fast zwangsläufig mit den Nachbarn am Tisch ins Gespräch – die gemeinsame Bühne verbindet. Für Paare hat das Format eine intime Note, für Geschäftsessen eine elegante Zwanglosigkeit, für Feiernde einen natürlichen Höhepunkt.
Wer den Abend rund machen möchte, bleibt im Viertel: Little Tokyo bietet rund um die Immermannstraße alles vom Sake bis zur Matcha-Süßspeise, und die Altstadt mit ihrer „längsten Theke der Welt" liegt für einen Absacker in Gehweite. Das Teppanyaki im Hotel Nikko ist damit mehr als ein Restaurantbesuch – es ist der kulinarische Mittelpunkt eines Stadtviertels, das Japan mitten nach Nordrhein-Westfalen geholt hat.
Häufige Fragen
Wo genau befindet sich das Teppanyaki-Restaurant im Hotel Nikko Düsseldorf?
Das japanische Restaurant Benkay mit seinem Teppanyaki-Bereich liegt im Hotel an der Immermannstraße, im Herzen von Düsseldorfs Little Tokyo. Das Viertel ist die zentrale japanische Adresse der Stadt und nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof und von der Königsallee entfernt. Es zählt zu den wenigen echten Teppanyaki-Tischen Düsseldorfs.
Was ist Teppanyaki und wie unterscheidet es sich von Sushi?
Teppanyaki bezeichnet die Zubereitung auf einer heißen Eisenplatte (japanisch teppan) direkt vor den Gästen. Anders als beim kalt angerichteten Sushi werden hier Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse frisch am Tisch gebraten. Der Koch bereitet die Speisen vor den Augen der Gäste zu, sodass das Kochen selbst Teil des Erlebnisses wird.
Sollte man für ein Teppanyaki-Dinner reservieren?
Ja, eine Reservierung ist empfehlenswert. Die Plätze an den Teppanyaki-Grills sind begrenzt, da mehrere Gäste gemeinsam um einen Eisentisch sitzen und vom selben Koch bewirtet werden. Da ein solches Menü in Ruhe zelebriert wird, sollte man außerdem ausreichend Zeit für den Abend einplanen.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt.



