Vom Rheintum bis zur Oberkasseler Brücke

Die wichtigsten Wahrzeichen von Düsseldorf

Betrachtet man die stilisierte Skyline von Düsseldorf auf T-Shirts, Plakaten, Buttons und Co., fallen meist sofort der Rheinturm, die Oberkasseler Brücke, das moderne Stadttor oder der gedrehte Turm von St. Lambertus auf. Oder es sind die Gehry-Bauten, das Emblem der Düsseldorfer Radschläger, der Schlossturm am Burgplatz. Oder vielleicht sogar das Jan-Wellem-Reiterstandbild am Rathaus. Es gibt also viele Möglichkeiten, das Thema „Wahrzeichen von Düsseldorf“ für sich zu entdecken.

Der Düsseldorfer Rheinturm

Mit seinen insgesamt 240,50 Metern überragt der Rheinturm am Rande der südlichen Innenstadt die Metropole. Weithin sichtbar gilt er als eines der bekanntesten Wahrzeichen von Düsseldorf. Zwischen 1978 und 1982 wurde er zwar errichtet, doch schon viel früher begann man mit der ehrgeizigen Planung. Denn bereits vor dem ersten Weltkrieg wollte man in Düsseldorf ein Monument erschaffen, das als Wunderwerk der deutschen Eisenindustrie in die Geschichte eingehen sollte.

Spektakulär waren damals die Vorstellungen, dass dieser Rheinturm eine Höhe von insgesamt 500 Metern erreichen und damit den Eiffelturm um 200 Meter überragen würde. Dieses Vorhaben wurde dann aber „ad acta“ gelegt. Dennoch kann es der heutige Rheinturm durchaus mit anderen Exemplaren aufnehmen; er gehört zu den zehn höchsten Fernsehtürmen von Deutschland.

Neben seiner eleganten Form wartet der Turm mit einigen Überraschungen auf, denn er öffnet seine Tore für Besucher aus aller Welt. Im Eingangsbereich befindet sich beispielsweise eine kreisrunde Weltzeituhr, die aus 24 raumhohen Stundentafeln besteht. Diese sind aus Spiegelglas gefertigt und präsentieren den Globus sowie 16 Weltstädte mit ihren eigenen Digitaluhren. Zwei Aufzüge bringen die Besucher rasch zur geschlossenen Aussichtsplattform – wahlweise in die elegante Bar oder in das Restaurant „Top 180″, das sich in einer Stunde um die Turmachse dreht. So genießen die Gäste gleichzeitig köstliche Speisen und einen atemberaubenden Ausblick auf die Rheinmetropole. Eine wunderbare Gelegenheit übrigens, um sich einen ersten Traumüberblick von Düsseldorf zu verschaffen, bevor man beispielsweise seinen Sightseeing-Trip startet.

Doch auch wer vom Rheinufer aus einen Blick auf das elegante Wahrzeichen von Düsseldorf wirft, wird insbesondere in den Abendstunden überrascht. Denn zu diesem Zeitpunkt erwacht regelmäßig eine ganz spezielle Lichtskulptur zu neuem Leben. Am Rheinturm befindet sich nämlich die größte digitale Uhr der Welt, die als „größte dezimale Zeitskala“ in das Guinness-Buch der Rekorde Eingang fand. Der von Horst H. Baumann erschaffene „Lichtzeitpegel“ wurde 1981 mit 39 übereinander liegenden Bullaugen-Lampen realisiert. Tagtäglich knobeln seitdem Besucher aus aller Welt, um die eigentlich simple Darstellung der Zeit nachzuvollziehen.

 

EKŌ-Haus der Japanischen Kultur e.V.

Gäste, die durch Düsseldorf schlendern, sind sich selten bewusst, dass sie gerade durch die einzige „Japan Town“ in Deutschland spazieren. Man sagt sogar, Düsseldorf sei die größte japanische „Kolonie“ der Welt. Wenig verwunderlich also, wenn es hier und da in der Stadt neben japanischen Geschäften und Restaurants auch kleine und feine Sehenswürdigkeiten wie etwa den japanischen Garten im Nordpark gibt.

Begibt man sich auf die weitere Suche, entdeckt man eines jener Wahrzeichen von Düsseldorf, das sich erst auf den zweiten Blick entfaltet.

Eingebettet in zauberhafte Akzente asiatischer Gartenkultur erhebt sich nämlich im Stadtteil Niederkassel das EKŌ-Haus, der einzige japanische Tempel der Jōdo-Shinshū in Europa.

Dabei handelt es sich um eine der größten japanischen Schulen, in denen der Buddhismus gelehrt wird. Das Kulturzentrum wurde 1993 gegründet. Es ist heute eine vielbesuchte Location, in der buddhistische Feste gefeiert, Teezeremonien zelebriert, Konzerte veranstaltet und Kurse in traditionellen japanischen Künsten veranstaltet werden.

 

Landtagsgebäude

Um die imposanten Formen des Landtagsgebäudes am Rhein zu genießen, wirft man am besten einen Blick vom Rheinturm auf das ungewöhnliche Architekturkonzept. Dieses basiert auf dem „Spiel mit Kreisen“ und entstand lt. „Architekturführer Düsseldorf“ in einer „gesamten kreisenden Struktur“.

Man hat den Eindruck, in das Innere eines Uhrwerks zu schauen – dorthin, wo die großen und kleinen Zahnräder ineinandergreifen und ein mächtiges Ganzes bilden.

Betrachtet man den Landtag von der Promenade aus, sind es die eindrucksvollen Fassaden, die als Komposition von Kupfer und Glas den Blick zu fesseln wissen. Einen aufregenden und gleichzeitig harmonischen Ausgleich bilden die Sandsteinplatten, die Mauern- und Pfeilerstrukturen verkleiden. Im Innern des Gebäudes setzen sich die kreisrunden Formen fort, etwa bei der Kuppel des Plenarsaales, die aus einem konzentrischen Faltdach besteht.

Und auch die Sitzanordnung im von Tageslicht durchfluteten Saal folgt dem kreisrunden Konzept. Weitere Sitzungssäle erscheinen wie kleinere Satelliten, die sich um den großen Plenarsaal gruppieren.

Gehry-Bauten/ Neuer Zollhof

Ob man sie nun salopp als „Gehry-Bauten“ bezeichnet oder den Begriff „Neuer Zollhof“ wählt, eines ist gewiss: Es handelt sich dabei um ein weiteres Wahrzeichen von Düsseldorf. Anfang 1990 schrieb man einen Wettbewerb aus, um bald schon im Medienhafen für architektonische Furore sorgen zu können.

Das Konzept von Frank Gehry bekam den Zuschlag. So wuchsen zwischen 1996 und 1998 drei erstaunliche Bauwerke aus dem Hafenboden – von den einen geliebt, von den anderen müde belächelt. Doch allen Unkenrufen zum Trotz schafften es die drei Bauten mit den ungewöhnlichen Fassaden, Winkeln und Bögen, sich so in das Herz der Düsseldorfer zu schmeicheln, dass sie heute aus dem Stadtgefüge nicht mehr wegzudenken sind.

Ihre „dekonstruktivistische“ Form verzichtet auf Sockel und Sims und präsentiert sich stattdessen mit einer gewellten und scheinbar fließenden Oberfläche.

Stolz, selbstbewusst und genauso extrovertiert wie die weltbekannte Metropole geben sich diese drei Bauwerke, die aus unterschiedlichen Materialien entstanden. Das weiß verputzte Monument zeigt sich großvolumig und buchstäblich überragend, während das mittlere und etwas niedrigere Haus mit einer spiegelnden Edelstahlfassade die Blicke auf sich zieht und für interessante Fotoimpressionen sorgt. Auf den ersten Blick ziemlich bodenständig wirkt das dritte Gebäude durch seine Klinkerfassade. Ein zweiter Blick beweist aber auch hier schnell, dass es sich erneut um gekrümmte Freiformflächen handelt, die im Innern sicherlich ebenfalls Anlass für ungewöhnliche und anspruchsvolle Einrichtungskonzepte gibt.

 

Das Düsseldorfer Stadttor

Ein weiteres erstaunliches Beispiel dafür, wie futuristisch erscheinende Architektur das Stadtbild prägen kann, ist das 1997 erbaute Düsseldorfer Stadttor.

Es markiert den Eingang zur Innenstadt auf spektakuläre Weise.

Genau unter ihm hindurch fährt man aus Süden kommend in den Rheinufertunnel. Das Düsseldorfer Stadttor nutzt ihn gewissermaßen als eindrucksvolles Fundament, um sich schließlich auf mehr als 72 Meter in die Höhe zu erheben. Entscheidet man sich in der Nacht für diese Passage, wird die Faszination besonders deutlich, die das Stadttor auszuüben versteht:

In seinem Innern befindet sich die etwa 65 Meter hohe zentrale Halle, die – prächtig illuminiert – vom restlichen Gebäude eingerahmt zu sein scheint.

Tagsüber beeindruckt das Stadttor ebenfalls. Die Doppelfassade ist aus einem zweischaligen Glas-Konzept gefertigt, das den Blick auf die massive und gleichzeitig filigrane Stahlkonstruktion leitet. Wer sich Zeit nimmt und einen Spaziergang zum Stadttor unternimmt, wird mit aufregenden Ausblicken auf dieses moderne Wahrzeichen von Düsseldorf belohnt.

 

Kö-Bogen

Ganz profan als „städtebauliche Maßnahme“ bezeichnen einige den Kö-Bogen. Allerdings steckt so viel mehr hinter dieser architektonischen Idee, die Düsseldorf noch attraktiver für seine Bewohner und die zahlreichen Gäste macht.

Der erste Spatenstich zur Neugestaltung des Bereiches am Rande des Hofgartens fiel im August 2009. Zwischenzeitlich wurde im Jahr 2013 der legendäre Tausendfüßler der Historie übergeben. Er verband über seine Hauptachse auf einer Länge von 391 Metern die Berliner Allee mit der Hofgartenstraße. Die Maßnahme schuf Platz für den Nord-West-Tunnel, der den Verkehr aus diesem Bereich in den Untergrund leitet.

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