Was bedeutet finanzielle Freiheit wirklich?

Schaut man sich einmal ganz genau um und hinterfragt gängige Tipps, Vorschläge und Anregungen für das Erreichen der finanziellen Freiheit, wird einem sicherlich schnell klar, dass die Frage nicht ganz so einfach zu beantworten ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn finanzielle Freiheit bedeutet nicht für jeden Menschen dasselbe.

Der Wunsch nach finanzieller Freiheit

Betrachten wir einmal jene, die beim Begriff der finanziellen Freiheit beispielsweise daran denken, nie mehr arbeiten zu müssen. Nie mehr die Anordnungen des Chefs erfüllen zu müssen. Nie mehr in das enge Arbeitnehmer-Korsett passen zu müssen. Doch warum sind diese Dinge überhaupt ein „Muss"? Wäre es nicht viel sinnvoller, den Weg zur finanziellen Freiheit so angenehm wie möglich zu gestalten?


Oft liest man, es sei empfehlenswert, einige Jahre zu sparen, zu sparen und immer weiter zu sparen, mit hoher Rendite zu investieren, um sich dann die „möglichen" Gewinne einzustreichen und sich zurücklehnen und das Leben genießen zu können. Einige Jahre lang in Stress leben?

Ob das empfehlenswert ist? Der Psychologe Steven Reiss untersuchte die Grundbedürfnisse der Menschen und kam zur Erkenntnis, dass es 16 Lebensmotive gibt, die den Menschen antreiben, um sein Leben als sinnvoll zu erachten. Dazu zählen das Bedürfnis, zu sparen und materielle Güter anzuhäufen sowie das Bedürfnis nach Unabhängigkeit.



Denken und Handeln auf dem Weg zur finanziellen Freiheit

Hin und wieder hört man allerdings, dass Menschen, die mit aller Macht auf ihren Ruhestand hinarbeiten, diesen erreichen und kurze Zeit später plötzlich versterben, ohne ihre finanzielle Freiheit wirklich ausgekostet zu haben. Solche Erlebnisse sind traurig und regen zum Nachdenken an. Denn ist es nicht viel wichtiger, auch die Zeit dazwischen zu genießen?

Im Laufe der vergangenen Jahre kristallisierte sich vermutlich auch gerade deshalb ein Umdenken heraus. Immer wichtiger wird die Tatsache, zum Beispiel den richtigen Beruf auszuüben – und zwar den Beruf, den man liebt. Immer erstrebenswerter wird es, genau die Tätigkeit auszuführen, die man gerne Tag für Tag verrichtet. Denn auf diese Weise steht man morgens motiviert auf und geht abends in dem Bewusstsein zu Bett, buchstäblich das Richtige getan zu haben.

Die finanzielle Freiheit und das passende Mindset

Doch was hat dieses Bewusstsein mit finanzieller Freiheit zu tun? Ist es nicht auch eine Arbeit, die man Tag für Tag verrichtet? Ja, natürlich – allerdings ist es eine Tätigkeit, die man nicht ausübt, weil man es MUSS, sondern weil sie einem Freude bereitet und man sie tun WILL.

Aber wie erreicht man dadurch die finanzielle Freiheit? Beschäftigt man sich Tag für Tag mit einer Arbeit, die einem Freude bereitet, kann der Geist sich erholen und lässt sich durch die innere Einstellung inspirieren. Man erlangt sozusagen das richtige „Mindset". So wird jene Art zu denken beschrieben, die das eigene Verhalten und die Persönlichkeit bestimmt. Es ist gewissermaßen die Summe aller eigenen Meinungen, Überzeugungen und Gedanken. Wird man sich dessen bewusst, kann man das „interne Navigationsgerät" auf Erfolg programmieren.

Positive Gedanken bewirken positive Energien. Positive Energien rufen positive Ergebnisse hervor. Dringt diese Erkenntnis tief in das Bewusstsein vor, stellt man die Weichen automatisch für die passende Zukunft. Schließlich hat die vorherige Gedankenstruktur den jeweiligen Menschen genau dahin gebracht, wo er jetzt steht – mit seinen Gefühlen, Ansichten und seinem Umfeld. Und möchte man sein Umfeld ändern, z.B. in eine andere Stadt ziehen, arrangiert man ja auch einen Wohnungswechsel und beauftragt ein Umzugsunternehmen usw. – man wird also aktiv, um sein Ziel zu erreichen.


Und genau so funktioniert auch der Weg in die finanzielle Freiheit – mit der Entscheidung, den ersten Schritt zu tun und diesen Weg zu ebnen.



Der Weg zur finanziellen Freiheit

Verführerisch ist nun der Gedanke, sich als großes Ziel die finanzielle Freiheit zu setzen. Empfehlenswert sind zusätzlich viele kleine Ziele auf dem Weg dorthin. Zunächst analysiert man dafür wortwörtlich seinen eigenen „Standpunkt" – d.h. man schaut, wo man tatsächlich „steht" und überlegt, wohin man „gehen" möchte. Sehr wichtig ist dabei, das „wie" zu beachten. Denn wäre es nicht fatal, wenn man überlegen würde, wie man mit dem Rad nach München kommt, dabei aber glatt vergisst, dass man sich noch im australischen Outback befindet und außerdem der Ozean die Radtour schnell ad absurdum führen wird?

Insofern gehört eine gewissenhafte Finanzanalyse dazu, den Weg in die finanzielle Freiheit zu formulieren – und zwar Schritt für Schritt. Zahlreiche Experten – wie beispielsweise Bodo Schäfer – haben Untersuchungen durchgeführt, wie Investitionen und passive Einkommensstrukturen in die finanzielle Freiheit führen. Hat man sowohl die kleinen als auch die großen Ziele einmal formuliert und WILL man sie auch erreichen, wird es wesentlich einfacher und vor allem klarer, sich auf diesen Weg zu begeben!