Eine goldene Installation auf der High Line, fünf Unikate der Haute Joaillerie und drei neue Tubogas-Stücke: Bulgari lässt sein Schlangenemblem auf die Stadt treffen.
Manche Embleme sitzen unauffällig an einer Schließe. Andere verlangen nach Raum. Mit dem jüngsten Kapitel von Serpenti Infinito hat sich Bulgari für den zweiten Weg entschieden: In New York erhebt sich das Schlangenemblem des römischen Hauses jetzt auf der High Line aus dem Boden, golden, monumental und kaum zu übersehen.
Eine Schlange, geformt von der Stadt
Die Installation trägt den Titel auruBOROS: Urban Memory and Collective Dream. Sie stammt von Plastique Fantastique, einem Kollektiv mit Sitz in Berlin. Ihre goldenen Formen wachsen aus dem Boden und werden Teil der Stadtlandschaft. Serpenti Infinito ist das Projekt, mit dem die Maison erkundet, auf wie viele Arten sich ihr Emblem verwandeln lässt. Nach Shanghai, Seoul und Mumbai ist New York die nächste Station.
Diese Ausgabe liest ihre Umgebung genau. Die Installation ist von der Stadt um sie herum geprägt: Ihre wechselnden Volumen und Proportionen sollen die unsichtbaren Bewegungen New Yorks spürbar machen, und das Werk verwischt bewusst die Grenze zwischen Architektur und Landschaft. Statt auf einem Sockel für sich zu stehen, wird es zu einem Teil des Stadtbilds.

Fünf Unikate, fünf Kapitel amerikanischer Kunst
Die Installation ist nur die eine Hälfte der Geschichte. Zum Anlass hat Bulgari fünf einzigartige Kreationen der Haute Joaillerie vorgestellt. Jede greift ein anderes Kapitel der amerikanischen Kunstgeschichte auf, jede deutet Serpenti auf eigene Weise. Zwei davon beschreibt das Haus genauer. Serpenti Falling Drops erinnert an die expressiven Gesten von Jackson Pollock, ein farbiger Edelstein scheint mitten in der Bewegung festgehalten. Serpenti Flag übernimmt die Farben der amerikanischen Flagge und kombiniert Tansanit, Koralle und Diamanten.
Unikate dieser Art erzählen weniger von einer Saison als von einem Moment. Sie halten fest, wo und wie ein Haus seine Geschichte erzählen wollte, und in diesem Fall geschieht das in der Sprache der Stadt, die sie beherbergt.
Neuzugänge in der Tubogas-Familie
Neben den Einzelstücken bringt das New Yorker Kapitel drei Neuheiten für Serpenti Tubogas, eine der Signaturkollektionen von Bulgari: ein Armband, Ohrringe und eine Brosche, die der Linie eine zeitgemäße Perspektive geben. Eine Minaudière ergänzt die Gruppe. Sie greift die unverwechselbaren Codes von Serpenti auf und erinnert an mehrere historische Entwürfe der Maison.

Rom, von Manhattan aus gesehen
Bei allen amerikanischen Bezügen verliert das Kapitel nicht aus dem Blick, woher das Emblem stammt. In New York lässt sich Serpenti vom Erbe und von der Architektur der Stadt inspirieren und bleibt zugleich eng mit dem römischen Erbe der Maison verbunden. Von der High Line bis zur Haute Joaillerie ist die Botschaft dieselbe: Serpenti ist kein einzelner Entwurf, sondern eine Form, die sich immer wieder wandeln kann, ohne ihre Identität zu verlieren.
Für alle, die die großen Schmuckhäuser verfolgen, liegt genau darin der Reiz. Dasselbe Motiv erscheint als Kunst im öffentlichen Raum, als Unikat der Haute Joaillerie und als Teil einer Kollektion, und alle drei Fassungen erzählen eine Geschichte.
Auf einen Blick
- Haus: Bulgari, von der Maison selbst Bvlgari geschrieben
- Projekt: Serpenti Infinito, nach Shanghai, Seoul und Mumbai jetzt in New York
- Installation: auruBOROS: Urban Memory and Collective Dream vom Berliner Kollektiv Plastique Fantastique
- Ort: High Line, New York
- Haute Joaillerie: fünf Unikate nach Motiven der amerikanischen Kunstgeschichte, darunter Serpenti Falling Drops und Serpenti Flag
- Serpenti Tubogas: neues Armband, Ohrringe und Brosche, dazu eine Minaudière


