Beaufort London: Stark wie der Wind und zart wie die Seele

London Damenparfüm

Auf der Suche nach einem weiteren Luxusprodukt, das wir Ihnen vorstellen können, stießen wir auf das Unternehmen Beaufort London. Welche Verbindung zu Sir Francis Beaufort besteht und was The Prodigy mit ungewöhnlichen Duftkreationen zu tun hat, beschreibt diese Reportage im Luxus-Magazin von Laxary.

Im Jahr 2008 wurde der Schlagzeuger Leo Crabtree Mitglied der erfolgreichen Band The Prodigy, die Liam Howlett 1990 in England gründete. Bei ihren Konzerten, Gigs und Jams geht es immer buchstäblich heiß her, denn die Songs basieren auf den Genres Rave, Electro-Industrial, Breakbeat, Hardcore Techno, Big Beat und Punk. Irgendwann stellte Leo Crabtree entnervt fest, dass es kein einziges kosmetisches Produkt gab, das bei solchen Konzerten seinen eindrucksvollen Bart in Form hielt. Jedes von ihm genutzte Wachs überdauerte noch nicht einmal eines der Sets. Dieser Umstand war quasi die Initialzündung, die Leo Crabtree dazu veranlasste, ein eigenes Unternehmen zu gründen, das hochwertige Kosmetik für den Herrn herstellte. 

Mit Hilfe eines befreundeten Imkers nutzte er dessen Bienenwachs und fügte unterschiedliche Ingredienzien hinzu, die er von seinen diversen Reisen mitbrachte. Dazu zählten Shea-Butter aus Ghana, Arganöl aus dem marokkanischen Sidi Kaouki und das Amyris balsamifera-Öl, um eine Symbiose aus Karamell, Vanille und exotischen Holznoten zu erschaffen. Schnell wurde Crabtree´s „Moustache Finishing Wax" zum ersten heißbegehrten Artikel der Firma Beaufort London. Doch wie kam es zu diesem Firmennamen?

Beaufort London: Segel setzen für den Erfolg

Leo Crabtree wurde in eine Familie hineingeboren, die sich aus Künstlern, Psychologen und Seeleuten zusammensetzte. So war sein erstes Zuhause auch ein Boot auf der Themse. Er wuchs auf im Bewusstsein der See, ihrer Kraft und ihrer Traditionen und lernte die Zusammenhänge zwischen Wind, Wasser und Wellen kennen. Seine Liebe zu den Elementen brachte ihn schließlich dazu, sein Unternehmen nach Sir Francis Beaufort zu benennen. Dieser entwickelte 1805 die berühmte Skala, nach der noch heute rund um den Globus - zu Wasser und zu Lande - die Windstärken einheitlich definiert werden.

Duftkreationen, stark und elementar

Leo Crabtree gab sich natürlich nicht damit zufrieden, dieses außergewöhnliche Wachs zu kreieren, das fortan den Weltmarkt eroberte. Er setzte sich mit Aromen, Düften und feinen Akzenten auseinander, um auch mit einem Parfüm die Faszination von Wellen und Wind darzustellen. Kein Wunder also, dass seine erste Duftkollektion den vielsagenden Namen „Come Hell or High Water" trug und mit kühnen, starken und sogar widersprüchlichen Nuancen einen wahrhaft stürmischen Auftakt lieferte.

BeauFort London – 1805 Tonnerre

Wer Leo Crabtree kennt, weiß, dass er nach diesem ersten Erfolg nicht tatenlos bleiben würde. BeauFort London präsentierte kontinuierlich neue und spannende Duftverführer. Dazu zählt 1805 Tonnerre. Die Basisnote besteht aus Zedernholz und Tannenbalsam mit einem Hauch von Ambra. Die Herznote lässt Hölzer, Salziges und maritime Akzente miteinander verschmelzen, während die Kopfnote eine Komposition aus rauchigen und metallischen Nuancen mit Limettenduft vermengt. Solch kraftvolle Akkorde sollen die Verbindung zur Seeschlacht von Trafalgar herstellen und an den historischen Sieg erinnern.

BeauFort London – Vi et Armis

Dieser Duft präsentiert sich ebenfalls stark und unverwechselbar – er ist berauschend und aufregend gleichermaßen. Er betört die Sinne und ist eine wahre Herausforderung. Schon die Basisnote beinhaltet das auch als Oud bekannte Adlerholz sowie einen Hauch von Birke und Tabak. Opium, Weihrauch und Whisky bilden die Herznote, während Tee und schwarzer Pfeffer die Akzente der Kopfnote dominieren.

BeauFort London – Lignum Vitae

 Inspiriert wurde diese Duftkreation durch die Materialien jener Uhrmacher, die im 18. Jahrhundert die ersten exakten Schiffsuhren konstruierten. Durch die Kombination exotischer und überraschender Rohstoffe entstand ein einzigartiger, wenn nicht sogar ein transzendenter Duft. Wie die Uhrmacher des 18. Jahrhunderts geht man auch bei BeauFort London ungewöhnliche Wege, um neue Erfahrungen zu erlauben. Die Basisnote von Lignum Vitae besteht aus Moschus, Ambra, Sand, Moos, Vanille und Weihrauch. Auch die Kopfnote wird von Weihrauchnoten geprägt, angereichert außerdem von roten Beeren, schwarzem Pfeffer, Zitrusfrüchten, Bergamotte, Ingwer, Wacholder und Karamell. Die starke Herznote zeigt sich mit Oud-Akzenten sowie mit Vetiver und Guajakholz.

BeauFort London – Cœur de Noir

Mit diesem „Dunklen Herz" schuf BeauFort London die Hommage an das Meer und die Kunst. Leo Crabtree erinnert sich dabei an jene Federzeichnungen, die sein Großvater von Luxusjachten anfertigte, er blickt zurück auf die väterliche Bibliothek, auf Papiere aus längst vergangenen Zeiten sowie auf seine eigenen Tätowierungen. Cœur de Noir ist ein sinnlicher Duft, dabei klar und maskulin. In der Basis stellt er sich mit Nuancen von Birke, Tabak und Zedernholz vor. Lässt man die Kopfnote wirken, erkennt man Rum, Ingwer und sogar einen Hauch von Tinte. Die Herznote ist ein Yin und Yang aus Leder und Vanille.

BeauFort London – Fathom V

Mit diesem Duft verweist Leo Crabtree erneut auf Literarisches und stellt dabei den Bezug zu Shakespeares „Hamlet" und „Der Sturm" her. Schließlich bezeichnet man jenen gefährlichen Sog des Wassers als „Fathom". Hier ist es das Zusammenspiel von Gefahr und Faszination, das zur Kreation des ungewöhnlichen Duftes führte: der kontinuierliche Wandel des Meeres von der Ruhe zum Sturm und weiter zur Flaute, der ewige Kreislauf und dennoch ein Prozess der Entwicklung. Das Parfüm ist eine Symbiose von floralen Noten und starken Gewürzen, leichten Kräutern und dunklen Moosen, Salz und Erde. Zunächst entfalten sich mit der Kopfnote Blattgrün, Mandarinen, schwarze Johannisbeere und Wacholderbeeren. Die Herznote besteht aus Jasmin, Mimose, Lilie, Ylang-Ylang, Thymian, Ingwer, schwarzem Pfeffer und Kumin. In der Basis wirken Ambra, Patchouli, Moos, Vetiver, Weihrauch, Atlas-Zedernholz sowie salzige Nuancen. Dieser Duft wurde übrigens mit dem „The Art and Olfaction Award - Independent Category - 2017" ausgezeichnet.

So unterschiedlich diese Düfte auch sind, sie alle haben eines gemeinsam: den unverwechselbar eleganten Flakon. Er ist in schlichtem Schwarz gehalten und überzeugt mit seine Geradlinigkeit. Gleichzeitig spiegeln die Düfte und Flakons ihren Kreateur – denn Leo Crabtree hat etwas von „Jekyll and Hyde". Hinter dem ersten Eindruck des britischen Gentleman verbirgt sich der Künstler in seiner ganzen Wildheit, getrieben von seiner Passion für den Schaffensprozess. Und genau so sind auch seine Duftnoten – schlicht und elegant auf den ersten Blick und ungewöhnlich, überraschend und unwiderstehlich, sobald man sich auf sie einlässt. Haben wir Sie neugierig gemacht? Sehr gut! Wagen Sie das Abenteuer und lassen Sie die monumentalen und luxuriösen Düfte von BeauFort London buchstäblich auf sich wirken. 
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